10 May 2026, 10:28

Grevenbroichs Bürgermeister warnt: Finanzkrise gefährdet Schulen und Straßen im Rhein-Kreis Neuss

Plakat, das zeigt, dass in jedem Kongresswahlbezirk mindestens 30% der berechtigten Schuldner vollständig für die Schuldenbefreiung genehmigt wurden, mit einem Logo unten rechts und ein paar Leuten mit Hüten im Hintergrund.

Grevenbroichs Bürgermeister warnt: Finanzkrise gefährdet Schulen und Straßen im Rhein-Kreis Neuss

Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen fordert dringende Finanzreformen, um die wachsende Belastung der Kommunen zu verringern. Er warnt, dass steigende Kosten und sinkende Einnahmen essentielle Dienstleistungen wie Schulen, Straßen und soziale Programme im gesamten Rhein-Kreis Neuss gefährden.

Jährlich müssen die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss einen festen Beitrag, die sogenannte Kreisumlage, an den Kreis abführen. Diese Abgabe finanziert zwar regionale Aufgaben, entzieht den Kommunen wie Grevenbroich jedoch Mittel für lokale Bedürfnisse. Die Lage spitzt sich zu: Bis 2026 werden die prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen in Grevenbroich voraussichtlich nicht mehr ausreichen, um die Kreisumlage vollständig zu decken – weitere Kürzungen wären die Folge.

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Der stetige Anstieg der Kreisumlage belastet die Haushalte bereits jetzt schwer und schränkt Investitionen in Infrastruktur und Gemeinschaftsprojekte ein. Krützen betont, dass eine starke kommunale Selbstverwaltung entscheidend sei für Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und Demokratie – doch der finanzielle Druck untergrabe diese Ziele zunehmend.

Um die Krise zu bewältigen, unterstützt der Bürgermeister Forderungen kommunaler Spitzenverbände nach einer verbindlichen Sparquote von zwei Prozent im Kreishaushalt. Diese Obergrenze würde die finanzielle Last für die Städte und Gemeinden verringern. Krützen bewertet den Vorschlag als fairen, solidarischen Schritt, um die Zukunft der Region zu sichern.

Zudem pocht er darauf, dass der Rhein-Kreis Neuss mehr Verantwortung bei der Unterstützung seiner Kommunen übernehmen müsse. Ohne Gegenmaßnahmen würden essentielle Dienstleistungen und die langfristige Planung noch stärker leiden.

Krützens Appelle verdeutlichen das Spannungsfeld zwischen regionalen Finanzbedürfnissen und der kommunalen Überlebensfähigkeit. Sollte die Sparquote eingeführt werden, könnte dies die Haushalte entlasten und wichtige Leistungen schützen. Die Entscheidung wird mitbestimmen, wie Städte wie Grevenbroich in den kommenden Jahren Schulen, Straßen und soziale Angebote bewältigen können.

Quelle