06 February 2026, 01:22

GrindingHub 2026: KI und Automatisierung revolutionieren die Schleifbranche in Stuttgart

Nahaufnahme einer Metallschleifmaschine mit einem großen zentralen Rad und mehreren kleineren umgebenen Rädern, mit einem Seitengriff, vor einem hellgrauen, schmutzigen Wand.

GrindingHub 2026: KI und Automatisierung revolutionieren die Schleifbranche in Stuttgart

Die Schleifbranche präsentiert ihre neuesten Innovationen auf der GrindingHub 2026 in Stuttgart

Vom 5. bis 8. Mai 2026 zeigt die GrindingHub in Stuttgart die neuesten Fortschritte der Schleiftechnik. Im Mittelpunkt stehen bahnbrechende Entwicklungen in den Bereichen Automatisierung, künstliche Intelligenz (KI) und digitale Produktion. Über 360 Unternehmen – darunter Branchengrößen wie EMAG und die Erwin Müller Maschinenfabrik – stellen ihre Innovationen vor.

Zu den zentralen Themen zählen die unbemannte Kreislauffertigung, KI-gestützte Prozessoptimierung sowie Lösungen für Komponenten humanoider Roboter. Ziel ist es, Schleifmaschinen intelligenter, schneller und autonomer zu machen, um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Einer der herausragenden Aussteller, Anca Europe GmbH, präsentiert ein serverbasiertes System zur digitalen Produktionssteuerung. Dazu gehören app-gestützte Arbeitsanleitungen für Mitarbeiter sowie automatisierte Messwertanpassungen zur Steigerung der Präzision. Die Technologie soll Arbeitsabläufe optimieren, indem Echtzeitdaten direkt in den Schleifprozess integriert werden.

Adelbert Haas GmbH hat bereits eine vollautomatisierte Kreislauffertigung umgesetzt, die 21 Schichten pro Woche ohne menschliches Eingreifen betrieben wird. KI-Agenten überwachen dabei Maschinendaten in Echtzeit, erkennen Abweichungen, bevor sie zu Stillständen führen, und ermöglichen so eine reibungslosere Produktion bei minimalen Ausfallzeiten.

Moderne Schleifmaschinen vereinen heute dynamische Antriebe, hochauflösende Sensoren und adaptive Algorithmen. Diese Funktionen ermöglichen eine autonome Optimierung, bei der Parameter in Echtzeit angepasst werden, um die Präzision zu gewährleisten. Die Erwin Müller Maschinenfabrik spezialisiert sich auf das Schleifen von Komponenten für humanoide Roboter, etwa Innengewinde und Gewindespindeln, und bedient damit die wachsende Nachfrage in der Robotikfertigung.

Der übergreifende Trend im Präzisionsschleifen geht hin zu integrierten Regelkreisen auf Maschinen- und Prozessebene. Echtzeit-Sensordaten und KI-basierte Optimierung werden zunehmend zum Standard – und ermöglichen Fabriken eine effizientere Produktion. Zwar stehen konkrete Aussteller für KI-gestützte Schleiftechnologien noch nicht fest, doch die Teilnehmerliste deutet auf einen starken Fokus auf intelligente Fertigungslösungen hin.

Die GrindingHub 2026 wird zeigen, wie Digitalisierung und Automatisierung die industrielle Schleiftechnik verändern. Die vorgestellten Technologien – von KI-Überwachung bis zur unbemannten Produktion – zielen darauf ab, Fabriken effizienter und wettbewerbsfähiger zu machen. Mit über 360 Ausstellern gibt die Messe einen klaren Ausblick darauf, wohin sich die Branche in den kommenden Jahren entwickelt.