24 June 2026, 16:25

Halle plant Abriss der Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für Millionenprojekt

Nach der genehmigten Abriss des Viadukts am Riebeckplatz: Ist auch die Hauptstraße zwischen Alt- und Neustadt in Gefahr?

Halle plant Abriss der Riebeckplatz-Brücken bis 2029 für Millionenprojekt

Halle (Saale) plant Abriss seiner beiden ikonischen Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz bis 2029

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Die Entscheidung folgt Bedenken hinsichtlich der Lebensdauer der Bauwerke sowie der Notwendigkeit eines neuen städtebaulichen Projekts. Gleichzeitig räumen Stadtverantwortliche ein, dass auch die Überführung am Franckeplatz weiterhin unter Beobachtung steht.

Die Brücken am Riebeckplatz sind älter als die Franckeplatz-Überführung, die fünf Jahre später errichtet wurde. Ihr Abriss wird nötig, da ihre Nutzungsdauer abgelaufen ist und der Bau des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation – ein Millionenprojekt – geplant ist. Die geplante Demontage hat die Stadt veranlasst, auch andere Bauwerke zu prüfen, darunter die ebenfalls aus Spannbeton gefertigte Franckeplatz-Überführung.

Nach dem Einsturz der Dresdner Carola-Brücke im vergangenen Jahr hatte die Hallesche Stadtverwaltung beschleunigte Sonderuntersuchungen an eigenen Bauwerken angeordnet. René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung, bestätigte, dass die Franckeplatz-Überführung derzeit in einem besseren baulichen Zustand sei und keine akute Gefahr bestehe. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit eines langfristigen Plans für ihre Zukunft, da Mängel bei Spannbeton oft unsichtbar seien und nur durch Oberflächenrisse erkannt werden könnten.

Rebenstorf wies Spekulationen zurück, die Achse zwischen Altstadt und Neustadt aufzugeben. Vielmehr sollen die Brücken über Saale und Elisabethsaale bei Bedarf perspektivisch durch Neubauwerke ersetzt werden, sobald ihr Zustand dies erfordert.

Die Riebeckplatz-Brücken werden bis 2029 vollständig abgerissen, um Platz für die Neugestaltung zu schaffen. Die Franckeplatz-Überführung gilt zwar nicht als akut gefährdet, bleibt aber unter Beobachtung. Die Stadt prüft weiterhin die langfristige Zukunft der Verkehrsverbindung und ihrer Bauwerke.

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