27 December 2025, 23:54

Heckler & Koch verzeichnet Rekordgewinne – doch Exporte nach Israel sorgen für Kritik

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text darüber.

Heckler & Koch erhöht deutlich den Gewinn - Heckler & Koch verzeichnet Rekordgewinne – doch Exporte nach Israel sorgen für Kritik

Heckler & Koch verzeichnet starken Gewinn- und Umsatzanstieg im dritten Quartal

Der deutsche Waffenhersteller Heckler & Koch meldet einen deutlichen Anstieg von Gewinnen und Umsatz für das dritte Quartal. Der Nettogewinn des Unternehmens kletterte um fast 50 Prozent auf 25,4 Millionen Euro, während der Umsatz um 6 Prozent auf 279,1 Millionen Euro wuchs. Aktuelle Berichte bringen die Waffen des Konzerns zudem mit Exporten nach Brasilien und Israel in Verbindung, was neue Fragen über seine globalen Lieferungen aufwirft.

Der finanzielle Erfolg fällt in eine Phase anhaltend hoher Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens. Die Auftragsbücher sind derzeit voll, zu den wichtigsten Verträgen zählen neue Sturmgewehre für die Bundeswehr sowie zusätzliche Waffen für andere NATO-Partner. Um das Wachstum zu stützen, hat der Aufsichtsrat Investitionen in Höhe von 85 Millionen Euro freigegeben.

Gleichzeitig haben Ermittlungen und Medienberichte im Jahr 2025 die Exporte von Heckler & Koch nach Brasilien und Israel in den Fokus gerückt. So wurden zwischen 2022 und 2024 Lieferungen an brasilianische Polizei- und Sicherheitskräfte dokumentiert, während anhaltende Kontroversen die Ausfuhren nach Israel begleiten. Zu den Details dieser Transfers äußerte sich das Unternehmen bisher nicht. Trotz der Kritik rechnet Heckler & Koch damit, seine starke Marktposition halten zu können. Die Unternehmensführung betonte, man sei gut aufgestellt, um die anhaltende Nachfrage in den kommenden Monaten zu bedienen.

Mit steigenden Gewinnen und einem prall gefüllten Auftragsbuch baut Heckler & Koch seine Produktionskapazitäten aus. Die 85 Millionen Euro sollen helfen, Militärverträge in der NATO und darüber hinaus zu erfüllen. Die Exporte nach Brasilien und Israel bleiben jedoch weiterhin Gegenstand öffentlicher und behördlicher Prüfung.