Herzchirurg wird Hausarzt: Warum ein Mediziner aus Leipzig in den Harz zurückkehrt
Ludger RörrichtHerzchirurg wird Hausarzt: Warum ein Mediziner aus Leipzig in den Harz zurückkehrt
Dr. Alexandro Hoyer Sepúlveda, ein Herzchirurg aus der Region Goslar, kehrt zu seinen Wurzeln zurück, um eine Allgemeinpraxis in Astfeld zu übernehmen. Die Übernahme wird mit 50.000 Euro aus Mitteln des Landkreises Goslar gefördert – Teil einer breiter angelegten Initiative, um Ärzte in unterversorgte Gebiete zu locken. Sein Schritt bedeutet einen Wechsel von der spezialisierten Chirurgie zur Hausarztmedizin, motiviert durch den Wunsch nach einer besseren Work-Life-Balance.
Der aus dem Harz stammende Mediziner arbeitete zuvor am Universitätsklinikum Leipzig. Nun wird er die Praxis in Astfeld führen, die zuvor von Dr. Michael Otte betrieben wurde. Der Wechsel ermöglicht es ihm, sowohl mit seiner alten als auch seiner neuen Heimat verbunden zu bleiben.
Das Förderprogramm des Landkreises Goslar unterstützt Ärztinnen und Ärzte bei der Niederlassung in ländlichen Gebieten. Landrat Dr. Alexander Saipa bezeichnete die Initiative als Investition in die Gesundheit und Zukunft der Bevölkerung vor Ort. Die 50.000-Euro-Förderung deckt die Praxisübernahme ab, einschließlich der vollen Zulassung als Vertragsarzt in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Lokale Verantwortungsträger begrüßen den Schritt. Langelsheims Bürgermeister Ingo Henze lobte den Erfolg des Programms und betonte, wie unverzichtbar Hausärzte für das Wohl der Gemeinschaft seien. Der Landkreis will die medizinische Versorgung stärken, damit Patientinnen und Patienten ohne lange Anfahrtswege eine grundlegende Betreuung erhalten.
Mit Dr. Hoyer Sepúlvedas Ankunft in Astfeld schließt sich eine wichtige Lücke in der lokalen Gesundheitsversorgung. Das Förderprogramm bringt weiterhin medizinisches Fachpersonal in die Region Goslar und sichert so die Grundversorgung in ländlichen Gebieten. Seine Praxis wird künftig Patientinnen und Patienten im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung behandeln und damit den Zugang zu medizinischer Versorgung verbessern.






