Hufeisensiedlung wird 100: Berlins UNESCO-Juwel feiert mit Festival und Wandelkonzerten
Hans-Jürgen PeukertHufeisensiedlung wird 100: Berlins UNESCO-Juwel feiert mit Festival und Wandelkonzerten
Berlins ikonische Hufeisensiedlung feiert 2025 ihr 100-jähriges Jubiläum mit einem besonderen Festival. Die Feierlichkeiten sind Teil des größeren 650-jährigen Stadtjubiläums des Bezirks Britz. Die Veranstalter wollen mit Musik, Kunst und Gemeinschaftsprojekten die kreative Energie der 1920er-Jahre wiederbeleben.
Die von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner entworfene Siedlung gilt bis heute als Meisterwerk des modernen sozialen Wohnungsbaus. Das Jubiläumsfestival verbindet Geschichte mit zeitgenössischer Kultur und bietet Konzerte, Ausstellungen sowie Führungen.
Zwischen 1925 und 1930 entstand die Hufeisensiedlung als wegweisendes Projekt im sozialen Wohnungsbau. Taut, Wagner und der Landschaftsarchitekt Leberecht Migge setzten auf innovative Elemente wie Serienbauweise, Loggien für das Wohnen im Freien und Gärten zur Selbstversorgung. Seit 2008 zählt die Anlage zum UNESCO-Weltkulturerbe – und hat ihr ursprüngliches Design bewahrt, ohne an moderne Wohnstandards angepasst worden zu sein.
Das Jubiläumsfestival rückt das architektonische Erbe der Siedlung in den Fokus und verbindet es mit der heutigen Kulturszene. Geplant sind Lesungen, Filmvorführungen und ein kreativer Workshop unter Leitung von Schülern der Fritz-Karsen-Schule. Ein Höhepunkt sind die "Wandelkonzerte", bei denen Besucher die Siedlung mit Live-Musik und fachkundigen Erläuterungen erkunden können.
Den Abschluss bildet das "Hufeisen-Festival" mit Wanderkonzerten und einem gemeinsamen Picknick. Christoph Rauhut, Direktor des Landesdenkmalamts Berlin, betont, dass die modernistische Vision der Siedlung noch immer frisch und dynamisch wirke. Unterstützt wird das Festival von Partnern wie Vonovia und dem Förderverein Hufeisensiedlung e. V.
Das Festival 2025 schafft eine Brücke zwischen der Vergangenheit der Siedlung und der heutigen Kreativszene. Durch Aufführungen, Führungen und Gemeinschaftsveranstaltungen können Besucher die ursprünglichen Ideale der Neuen Baubewegung erleben. Gleichzeitig unterstreichen die Feierlichkeiten die anhaltende Bedeutung der Hufeisensiedlung als lebendiges Stück Berliner Architekturgeschichte.






