05 May 2026, 12:36

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen eines Kampfsportstudios

Ein Plakat zeigt eine chaotische Straßenszene in New York City mit gewalttätigen Demonstranten und Milizionären, die sich gegenüberstehen, brennenden Gebäuden im Hintergrund und dem Text unten "New York - Der Kampf zwischen Demonstranten und Miliz."

Hunderte protestieren in Halle gegen rechtsextreme Verstrickungen eines Kampfsportstudios

Hunderte versammelten sich am vergangenen Wochenende in Halle, um gegen ein örtliches Kampfsportstudio zu protestieren, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Die von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter organisierte Demonstration richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, die nach Angaben der Aktivisten als Treffpunkt für extremistisches Netzwerken und die Anwerbung neuer Mitglieder dient. Die Protestierenden forderten die sofortige Schließung des Studios und skandierten Parolen gegen rechtsextreme Einflüsse in ihrer Gemeinde.

Die Kundgebung begann vor Halles Hauptbahnhof und zog anschließend zum städtischen Kulturzentrum weiter, in dem das Kampfsportstudio seine Räumlichkeiten hat. Die Demonstranten zeigten sich empört, dass eine öffentliche Einrichtung einer Organisation Platz bietet, der sie Gewalt und Diskriminierung vorwerfen. Zu ihren Forderungen gehörte die Räumung der Gladiator Fight Academy aus dem Gemeinschaftszentrum.

Das Studio steht bereits länger in der Kritik, weil es mutmaßlich Verbindungen zu rechtsextremen Akteuren unterhält. Theo Weiland, ein bekannter deutscher Kämpfer und ehemaliger Anführer einer rechtsextremen Hooligan-Gruppe, gehört zum Kernteam der Akademie. Auch Hans Krüger, ein Nachwuchstrainer des Studios, pflegt Kontakte in die rechtsextreme Szene und tritt bei deren Veranstaltungen an. Anfang dieses Jahres veranstalteten die Betreiber der Gladiator Fight Academy ein rechtsextremes Treffen in Teutschenthal, an dem auch AfD-Kandidaten teilnahmen.

Trotz der Vorwürfe bietet das Studio Selbstverteidigungskurse für Frauen an und hat in der Vergangenheit Spenden für eine gemeinnützige Organisation gesammelt. Kritiker halten diese Initiativen jedoch für unzureichend, um die angebliche Rolle des Studios bei der Förderung extremistischer Aktivitäten auszugleichen.

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Die Proteste verdeutlichen die wachsenden Spannungen um die Präsenz der Gladiator Fight Academy in Halle. Die Behörden haben bisher nicht auf die Forderungen nach einer Schließung reagiert, doch die Demonstration zeigt, wie stark der lokale Widerstand gegen das Studio ist. Die Gladiator Fight Academy bleibt unter Beobachtung, solange die Bedenken wegen ihrer mutmaßlichen rechtsextremen Verstrickungen bestehen.

Quelle