IT-Fachkräftemangel in Deutschland trotz Rekordgehältern – warum die Branche verzweifelt sucht
Gabor HethurIT-Fachkräftemangel in Deutschland trotz Rekordgehältern – warum die Branche verzweifelt sucht
Deutschlands IT-Branche leidet unter wachsendem Fachkräftemangel – bei gleichzeitig überdurchschnittlichen Gehältern
Im Jahr 2025 blieben rund 109.000 IT-Stellen in Deutschland unbesetzt, obwohl die Nachfrage nach qualifizierten Kräften weiterhin hoch ist. Die Branche wächst stetig: Zwischen 2022 und 2024 stieg die Beschäftigtenzahl um 12 Prozent auf fast 1,1 Millionen Beschäftigte.
Einstiegsgehälter für IT-Fachkräfte liegen in Deutschland bei durchschnittlich 45.000 Euro brutto pro Jahr. Selbst Quereinsteiger:innen können mit mindestens 35.000 Euro jährlich rechnen. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen in der Branche beträgt 58.721 Euro, wobei die Zufriedenheit mit den Gehältern bei etwa 65 Prozent liegt.
Erfahrene Spezialist:innen in gefragten Bereichen wie Cloud-Computing, Cybersicherheit oder künstlicher Intelligenz verdienen bis zu 100.000 Euro brutto im Jahr. Noch höher sind die Gehälter in Führungspositionen und Architektur-Rollen: Solution Architects kommen auf durchschnittlich 85.300 Euro, Software-Architekt:innen auf etwa 82.800 Euro. Auch Key-Account-Manager:innen (80.300 Euro) und Product Owner (73.200 Euro) zählen zu den Spitzenverdienern.
Die besten Verdienstmöglichkeiten bieten die Standorte München, Frankfurt und Hamburg. In diesen Städten können Senior-Positionen Gehälter von über 150.000 Euro erreichen – die IT-Branche zählt damit zu den lukrativsten für Fachkräfte.
Trotz fast 110.000 offenen Stellen im Jahr 2025 übersteigt die Nachfrage nach IT-Expert:innen weiterhin das Angebot. Die hohen Gehälter, insbesondere in spezialisierten und Führungspositionen, unterstreichen die zentrale Bedeutung der Branche für die deutsche Wirtschaft.






