K+S setzt auf Windstrom: Werra-Werk wird direkt mit Ökoenergie versorgt
Ludger RörrichtK+S setzt auf Windstrom: Werra-Werk wird direkt mit Ökoenergie versorgt
K+S schließt Direktliefervertrag mit MPC Capital: Werra-Werk wird teilweise mit Windstrom versorgt
Der Düngemittel- und Salzkonzern K+S hat mit der Hamburger MPC Capital einen Direktbelieferungsvertrag geschlossen, um Teile seines Werra-Verbundstandorts mit erneuerbarer Windenergie zu versorgen. Das Abkommen ist für das Unternehmen ein Novum, da es dabei vollständig auf das öffentliche Stromnetz verzichtet. Die Initiative unterstützt das Ziel von K+S, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Ab August werden zwei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 11,4 Megawatt den Standort direkt beliefern. Die Anlagen liegen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen und gehören zum Portfolio der MPC Capital. Bei Volllast decken sie etwa zehn Prozent des aktuellen Strombedarfs des Werra-Werks ab.
K+S investierte einen mittleren sechsstelligen Betrag in den Anschluss der Windkraftanlagen; die technischen Arbeiten wurden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Der vor Ort erzeugte Windstrom fließt direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen Erzeugnissen ein. Diese Lösung steigert die Effizienz und entlastet zugleich das lokale Stromnetz im Werra-Tal.
Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S, betonte, dass das Projekt Teil der Unternehmensstrategie sei, bis 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Bis dahin diene Erdgas als Übergangslösung. Der Schritt unterstreicht zudem das Bekenntnis von K+S zum Pariser Klimaabkommen.
Die direkte Windstromversorgung verringert die Abhängigkeit vom öffentlichen Netz und fördert eine umweltfreundlichere Produktion am Standort Werra. Das Projekt zeigt, wie K+S erneuerbare Energien schrittweise in seine Betriebsabläufe integriert – und leistet zugleich einen Beitrag zur Erreichung der langfristigen Klimaziele des Unternehmens.
