24 March 2026, 22:37

Kleines Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch wie gefährlich ist es wirklich?

Gelbes Warnschild mit schwarzer "Strahlung Warnung"-Text und radioaktivem Symbol auf einem weißen Hintergrund.

Kleines Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch wie gefährlich ist es wirklich?

Kleines Leck im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg entdeckt

Im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg in Deutschland wurde ein geringfügiges Leck festgestellt. Der Betreiber entdeckte Korrosion an zwei Rohrverbindungen eines Abwassertanks, wodurch eine kleine Menge Flüssigkeit austrat. Die Behörden bestätigten, dass von dem Vorfall keine Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt ausging.

Der Zwischenfall begann, als Mitarbeiter Korrosion an einem Tank feststellten, der zur Behandlung potenziell radioaktiven Abwassers dient. Die Undichtigkeiten wurden umgehend mit Schellen abgedichtet. Unter dem betroffenen Bereich wurden Spuren von Radioaktivität nachgewiesen, doch die ausgetretene Flüssigkeit floss über einen Bodenablauf zurück in das vorgesehene Abwassersystem der Anlage.

Nach deutschen Vorschriften wurde der Vorfall als Meldekategorie N (Normalmeldung) gemäß der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) eingestuft. Auf der Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) wurde er mit Stufe 0 bewertet, was bedeutet, dass er keine sicherheitstechnische Bedeutung hatte.

Das Bundesumweltministerium reagierte mit Besorgnis über mögliche Sicherheitsmängel und ordnete umgehend eine Untersuchung an. Zudem wurde eine umfassendere Überprüfung aller noch aktiven deutschen Kernkraftwerke eingeleitet. Ab Anfang 2026 sollen in den Anlagen Isar, Emsland und Neckarwestheim gründliche Risikobewertungen und Sicherheitsaudits durchgeführt werden. Der Betreiber kündigte zudem an, den beschädigten Wassertank in Zukunft ersetzen zu wollen.

Laut offiziellen Angaben bestand durch das Leck keine Gefahr für Menschen oder die Umgebung. Der Vorfall hat jedoch zu verschärften Sicherheitskontrollen in allen aktiven deutschen Kernkraftwerken geführt. Die Betreiber werden nun prüfen, ob ähnliche Schwachstellen an anderen Standorten existieren.

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