31 May 2026, 00:24

Klimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren vor Großdemo mit Greta Thunberg

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Klimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren vor Großdemo mit Greta Thunberg

Klimaschutzaktivist:innen haben im Ruhrgebiet eine Reihe koordinierter Proteste durchgeführt. Am Freitag nahmen rund 1.500 Demonstrant:innen an vier getrennten Aktionen gegen fossile Infrastruktur teil. Die Kundgebungen finden einen Tag vor einer großen Demonstration statt, die für Samstag geplant ist und prominente Teilnehmer:innen wie Greta Thunberg erwarten lässt.

In Mülheim an der Ruhr unterbrachen etwa 200 Protestierende den Schichtwechsel im Stahlwerk Friedrich Wilhelms Hütte, einer Anlage des Rüstungskonzerns KNDS. Die Bundesregierung plant, sich mit einer Milliardenbeteiligung an dem Unternehmen zu engagieren. Gleichzeitig besetzte eine weitere Gruppe die Werksgleise von Europipe, Europas größtem Rohrhersteller.

In Gelsenkirchen blockierten Aktivist:innen das Kraftwerk Scholven, wo Betreiber eine zusätzliche Gaseinheit errichten wollen. Einige Demonstrant:innen installierten auf dem Gelände Solarmodule, um erneuerbare Alternativen zu bewerben. In Hamm zogen Protestierende mit einem Transparent zum Hauptbahnhof, auf dem die Enteignung von Energiekonzernen gefordert wurde.

Die Aktionen folgen einem Gerichtsurteil, das ein von der Polizei verhängtes Demonstrationsverbot für das Kraftwerk Gersteinwerk bestätigte. Trotzdem kündigte das anti-kapitalistische Klimabündnis Ende Gelände an, die Pläne wie vorgesehen umzusetzen. Die Gruppe unterstützt gemeinsam mit Greenpeace, BUND, Fridays for Future und Campact eine Großdemonstration, die für Samstag ansteht.

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Die Proteste markieren eine Zuspitzung des Widerstands gegen den Ausbau fossiler Gase im Ruhrgebiet. Mit Tausenden weiteren Teilnehmer:innen, die am Samstag erwartet werden, fordern die Organisator:innen konsequentere Klimaschutzmaßnahmen. Gleichzeitig verdeutlichen die Kundgebungen die Spannungen zwischen Aktivist:innen und Behörden wegen der Einschränkungen bei Protesten.

Quelle