Kontrolleur nach gewalttätigem Angriff in Zug bei Tübingen verletzt
Ein Kontrolleur wurde bei einer Routine-Fahrkartenprüfung in einem Zug in der Nähe von Tübingen angegriffen. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, dem 29. April 2025, als ein 21-jähriger Fahrgast nach Aufforderung, sein Ticket vorzuzeigen, gewalttätig wurde. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen wegen des Angriffs eingeleitet.
Die Auseinandersetzung begann, als der 64-jährige Kontrolleur den Mann nach seinem Fahrausweis fragte. Statt zu kooperieren, reagierte der Verdächtige – ein syrischer Staatsbürger – aggressiv. Ohne Vorwarnung trat er dem Kontrolleur gegen das Bein.
Ein Mitreisender griff daraufhin schnell ein und hielt den Angreifer fest, bis die Beamten eintrafen. Landes- und Bundespolizei nahmen den Verdächtigen kurz nach Ankunft des Zuges am Zielbahnhof in Gewahrsam.
Der Mann war ohne gültigen Fahrausweis von Ammerbuch in Richtung Tübingen unterwegs. Die Behörden bestätigten, dass der Kontrolleur leichte Verletzungen erlitt, aber nicht im Krankenhaus behandelt werden musste.
Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie aggressiver Zwischenfälle am Stuttgarter Hauptbahnhof Anfang 2026 ein. Mehrfach mussten Bundespolizisten körperliche Gewalt, Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen, um gewalttätige Fahrgäste unter Kontrolle zu bringen. Langfristige Maßnahmen zur Verhinderung solcher Vorfälle wurden jedoch bisher nicht bekannt gegeben.
Dem Verdächtigen drohen nun Anklagen wegen Körperverletzung. Die Polizei ermittelt weiterhin zu den Umständen des Angriffs. Der Kontrolleur hat inzwischen seine Arbeit wieder aufgenommen, doch der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich aggressiven Verhaltens von Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr.






