Krefelds Drogenhilfezentrum gibt Obdachlosen und Süchtigen neue Hoffnung
Hans-Jürgen PeukertKrefelds Drogenhilfezentrum gibt Obdachlosen und Süchtigen neue Hoffnung
Ein Drogenhilfezentrum in Krefeld verändert das Leben einiger der verwundbarsten Menschen der Gesellschaft. Die Einrichtung, die gemeinsam von Caritas und der Diakonie betrieben wird, unterstützt zwischen 50 und 80 Stammgäste aus Krefeld und dem benachbarten Meerbusch. Viele der Besucher kämpfen mit schweren Suchterkrankungen und Obdachlosigkeit – Probleme, die in der Öffentlichkeit oft unbeachtet bleiben.
Das Zentrum bietet einen sicheren, betreuten Raum für den Drogenkonsum, in dem stets Notfallkräfte vor Ort sind. Darüber hinaus gibt es praktische Hilfen wie Beratungsgespräche, Waschmöglichkeiten, Duschen und warme Mahlzeiten. Diese Angebote sollen den Betroffenen, die extreme Not erleben, Würde und Stabilität zurückgeben.
Parallel dazu ist das „Medi-Mobil“ – eine mobile medizinische Einheit – einmal pro Woche unterwegs, um obdachlose Menschen aufzusuchen. Vier ehrenamtliche Ärzte begleiten das Team und leisten grundlegende Versorgung wie Schmerzbehandlung und Wundversorgung. Durch feste Zeiten und Standorte schafft die Einheit Vertrauen zu denen, die sonst medizinische Hilfe meiden würden.
Die Arbeit findet auch bei lokalen Verantwortlichen Anerkennung. Jasmin Sprünken, die Leiterin des Zentrums, bedankte sich kürzlich beim Personalrat der Stadt Meerbusch für eine Spende aus der „Centspende“-Aktion. Michael Marschall, Vorsitzender des Personalrats, betonte, wie wichtig es sei, schwerstabhängige Menschen zu unterstützen, deren Leiden oft übersehen werde.
Zentrum und Medi-Mobil arbeiten zwar weitgehend abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit, doch ihr Einfluss ist spürbar. Die Klienten erhalten nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch grundlegende Annehmlichkeiten, die für viele selbstverständlich sind. Vorerst bleiben die Angebote eine stille, aber unverzichtbare Lebensader für die Region.






