Lebenslange Haft für brutalen Femizid nach Beziehungstrennung
Hans-Jürgen PeukertLebenslange Haft für Mord an Bekannten aus Fitnessstudio in Stuttgart - Lebenslange Haft für brutalen Femizid nach Beziehungstrennung
Ein 34-jähriger Mann ist wegen des Mordes an einer 25-jährigen Frau, die er aus einem Fitnessstudio kannte, zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Gericht urteilte, dass der Angriff vorsätzlich und durch die Entscheidung des Opfers motiviert war, eine neue Beziehung zu beginnen. Die Richter bezeichneten die Tat als eine extreme Form von Kontrolle und Gewalt.
Der Vorfall ereignete sich im Januar 2025, als der Angeklagte das Opfer vor ihrer Wohnungstür auflauerte. Er erstach sie mehrfach, bevor er sie sexuell übergriff. Sie starb innerhalb weniger Minuten an massivem Blutverlust.
Während des Prozesses argumentierten die Staatsanwälte, dass die Tat durch die Zurückweisung des Opfers motiviert war. Sie hatte kürzlich eine Beziehung zu einem anderen Mann begonnen und kein romantisches Interesse an dem Angeklagten. Das Gericht stimmte dieser Einschätzung zu und erklärte, der Angriff spiegle dessen "absolute Macht- und Kontrollansprüche" über sie wider. Die Verteidigung plädierte auf Totschlag und behauptete, die Tat sei nicht geplant gewesen. Die Richter sahen jedoch in der "besonders hinterhältigen und niederträchtigen" Vorgehensweise die gesetzlichen Merkmale eines Mordes erfüllt. Das Urteil entsprach damit der Forderung der Staatsanwaltschaft nach lebenslanger Haft und stellte eine "außergewöhnliche Schwere der Schuld" fest.
Die Strafe bedeutet, dass der Verurteilte sein Leben im Gefängnis verbringen wird. In der Urteilsbegründung betonte das Gericht die berechnende Art des Angriffs und die Schutzlosigkeit des Opfers im Moment des Öffnens der Tür. In den verfügbaren Prozessunterlagen wurden keine weiteren Berufungen oder Verteidigungsargumente verzeichnet.