Lebenslange Haft für geplanten Mord an Mutter auf Waldweg in Baden-Württemberg
Gabor HethurMord an Frau auf Waldweg: Lebenslange Haft für 47-Jährigen in Stuttgart - Lebenslange Haft für geplanten Mord an Mutter auf Waldweg in Baden-Württemberg
Ein 47-jähriger Mann ist wegen des Mordes an einer Frau in Baden-Württemberg zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Opfer, eine zweifache Mutter, wurde bei einem brutalen Angriff getötet, als sie im Februar 2025 mit ihrem E-Scooter auf einem Waldweg unterwegs war.
Wie das Gericht erfuhr, kannte der Angeklagte das Opfer und hatte den Angriff geplant. Er wartete an zwei verschiedenen Tagen jeweils etwa drei Stunden auf dem Waldweg auf sie, doch sie passierte die Stelle an diesen Tagen nicht. Als sie am dritten Tag schließlich erschien, überfiel er sie und fügte ihr tödliche Verletzungen am Hals zu.
Der Leichnam des Opfers wurde erst drei Monate später entdeckt. Die Staatsanwaltschaft stützte sich auf Indizienbeweise, darunter Standortdaten von Mobiltelefonen, um den Angeklagten mit der Tat in Verbindung zu bringen. Diese Methode wurde in Baden-Württemberg seit 2020 nicht mehr zur Aufklärung eines Mordfalls eingesetzt.
Nach dem Urteil verurteilte das Gericht den Angeklagten dazu, den Kindern des Opfers 10.000 Euro Schadensersatz zu zahlen. Zudem musste er die Kosten für die Beerdigung und die Überführung des Leichnams in die Mongolei tragen.
Die lebenslange Haftstrafe folgt auf einen Prozess, der maßgeblich auf digitale Beweismittel gestützt war. Die Verurteilung des Angeklagten bringt der Familie des Opfers zwar ein gewisses Maß an Abschluss, doch keine Entschädigung kann ihren Verlust ersetzen. Der Fall zeigt zudem, wie selten in der Region Mobilfunkdaten zur Aufklärung von Mordfällen herangezogen werden.






