Logistikbranche warnt vor Kollaps durch explodierende Dieselpreise und fordert Soforthilfe
Ludger RörrichtLogistikbranche warnt vor Kollaps durch explodierende Dieselpreise und fordert Soforthilfe
Vier große Logistikverbände in Deutschland haben die Bundesregierung zum schnellen Handeln gegen die stark steigenden Kraftstoffkosten aufgefordert. Die Verbände warnen, dass die explodierenden Dieselpreise Transportunternehmen, Kurierdienste und Spediteure an den Rand des Ruins treiben. Ohne sofortige Unterstützung drohten schwerwiegende Störungen in den Lieferketten, heißt es.
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BPEX), der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie der Bundesverband Contractlogistik (BWVL) haben in einem gemeinsamen Appell die Politik zum Handeln aufgefordert. Sie betonen, dass Unternehmen unter der Last rekordhoher Energiekosten ächzen, während sie gleichzeitig versuchen, den Warenfluss aufrechtzuerhalten.
Die Verbände fordern keine dauerhaften Subventionen, sondern eine vorübergehende Deckelung der Spritpreise, um die Branche durch die Krise zu bringen. Finanzielle Entlastungen, so ihre Argumentation, sollten lediglich die Mehreinnahmen des Staates aus höheren Steuern und CO₂-Abgaben auf Kraftstoffe ausgleichen.
Ihre Forderung ist klar: Der Staat dürfe nicht auf Kosten der Wirtschaft und der Steuerzahler von dieser Situation profitieren. Eine kurzfristige Lösung sei der einzige Weg, um langfristige Schäden für den Logistiksektor zu verhindern – einen Sektor, der Geschäfte versorgt, Fabriken am Laufen hält und Haushalte beliefert.
Die Logistikbranche spielt eine zentrale Rolle für die deutsche Wirtschaft, indem sie den reibungslosen Transport von Waren sicherstellt. Bleiben die Kraftstoffkosten ungebremst, warnen die Unternehmen vor Preisanstiegen, Lieferengpässen und Jobverlusten. Die Bundesregierung steht nun unter Druck, zu handeln, bevor sich die Lage für die Betriebe weiter zuspitzt.






