Mahle setzt in Vaihingen auf PVT-Technologie für klimaneutrale Energieversorgung
Verena KramerMahle setzt in Vaihingen auf PVT-Technologie für klimaneutrale Energieversorgung
Mahle GmbH treibt die Dekarbonisierung seines Standorts in Vaihingen an der Enz voran. Das Projekt kombiniert photovoltaisch-thermische (PVT) Technologie mit einem geothermischen Wärmetauschersystem. Die Installationsarbeiten sollen Anfang nächsten Jahres beginnen.
Die Initiative baut auf Mahles früherer Beteiligung an Sunmaxx PVT auf, einem Unternehmen, das sich auf hybride Solarmodule spezialisiert hat. 2022 stieg Mahle als strategischer Investor und Entwicklungspartner ein. Bis April 2024 hatte Sunmaxx in Ottendorf-Okrilla eine Produktionsstätte mit einer Kapazität von 50 Megawatt errichtet – eine Verbindung von Mahles thermischem Know-how aus dem Automobilbereich mit Solarenergiesystemen.
Die Montage der ersten Hybridmodule in Vaihingen an der Enz startet im Februar 2025. Über 1.000 PVT-Paneele von Sunmaxx werden eine Dachfläche von rund 2.000 Quadratmetern bedecken. Die Anlage soll im Juli 2025 in Betrieb gehen und jährlich 430 Kilowatt Strom sowie 1,2 Gigawattstunden thermische Energie liefern.
Das PVT-System wird mit einem oberflächennahen Geothermie-Feld gekoppelt. Diese Kombination ermöglicht es, sommerliche Wärme im Untergrund zu speichern und im Winter wiederzuverwenden, wodurch die Anzahl der notwendigen Erdbohrungen reduziert wird. Das Projekt dient als Pilotvorhaben für Mahles übergreifende Klimastrategie, die bis 2040 vollständige CO₂-Neutralität vorsieht.
Nach der Inbetriebnahme wird die Anlage die Abhängigkeit des Standorts von konventionellen Energiequellen verringern. Das Vaihinger Modell könnte später auf andere Mahle-Standorte übertragen werden. Dieser Schritt entspricht dem langfristigen Ziel des Unternehmens, innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte Klimaneutralität zu erreichen.






