18 March 2026, 02:38

Markus Lanz kämpft um Quoten und politische Gäste in seiner ZDF-Talkshow

Plakat mit einem Zitat aus Building a Better America, das besagt, "Wir müssen die sozialen Medien-Plattformen für das nationale Experiment zur Rechenschaft ziehen, das sie an unseren Kindern durchführen - zum Profit.", geschmückt mit Sternen.

Markus Lanz kämpft um Quoten und politische Gäste in seiner ZDF-Talkshow

Markus Lanz ist seit der Übernahme der ZDF-Sendung Markus Lanz im Jahr 2021 zu einer prägenden Stimme in deutschen politischen Talkshows geworden. Die einst unter Thomas Gottschalk quotenträchtige Sendung steht heute vor Herausforderungen: Die Zuschauerzahlen sinken, und Politiker zeigen sich zunehmend zurückhaltend, als Gäste aufzutreten. Dennoch bleibt Lanz optimistisch – sowohl in Bezug auf seine Rolle als auch auf den Zustand der öffentlichen Debattenkultur.

Lanz übernahm im September 2021 von Gottschalk eine Sendung, die zuvor regelmäßig rund 3,5 Millionen Zuschauer pro Folge erreichte. Unter seiner Moderation gingen die Einschaltquoten zurück und pendeln sich in den letzten Jahren zwischen 2,2 und 2,5 Millionen ein, wobei einige Ausgaben sogar unter die Zwei-Millionen-Marke fielen. Branchenkenner führen dies auf die wachsende Konkurrenz durch Streaming-Dienste, veränderte Sehgewohnheiten – insbesondere bei jüngeren Zuschauern – sowie Lanz' polarisierenden Moderationsstil zurück.

Der Moderator selbst gibt die Schwierigkeiten offen zu. In Interviews räumte er ein, Woche für Woche an seine Grenzen zu stoßen, und betont gleichzeitig, ständig an der Verfeinerung seines Ansatzes zu arbeiten. Seine Amtszeit fällt in eine Phase des Umbruchs nach der Abschaffung von Wetten, dass..?, eine Niederlage, die er heute als Chance zur Neuorientierung betrachtet. Die Übernahme der ZDF-Sendung habe ihm ermöglicht, "die Dinge zum Besseren zu wenden" – eine Gelegenheit, die er sichtbar zu schätzen weiß.

Doch trotz aller Widrigkeiten bleibt Lanz' politischer Talk eine bedeutende Plattform. Die meisten seiner politischen Gäste beschreibt er als kompetente Profis, und er ist überzeugt, dass sein Publikum unterschiedliche Standpunkte schätzt – statt bloßer Bestätigung. Dass sich manche Politiker inzwischen von der Sendung fernhalten, nimmt er gelassen: In einem freien Land stehe es jedem Gast frei, selbst zu entscheiden, wo er auftritt.

Trotz des Drucks spricht Lanz mit Leidenschaft über seine Arbeit. Die Moderation der Sendung sei etwas, das er "wirklich verrückt gern" mache, und er blickt optimistisch auf das politische Klima in Deutschland. Die meisten Menschen, so seine Überzeugung, seien vernünftig und weit entfernt von extremistischen Positionen – eine Haltung, die auch seine Diskussionsführung prägt.

Die Quoten mögen gesunken sein, doch Lanz' Sendung bleibt eine feste Größe im deutschen Medienland. Seine Bereitschaft, sich anzupassen, und sein Glaube an eine ausgewogene Debattenkultur halten das Format relevant. Fürs Erste steuert er die Sendung mit einer Mischung aus Selbstkritik und Entschlossenheit durch die Herausforderungen des modernen Fernsehens.

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