McCormick will Knorr kaufen – Milliarden-Deal könnte Gewürzmarkt verändern
Gabor HethurMcCormick will Knorr kaufen – Milliarden-Deal könnte Gewürzmarkt verändern
Der US-Gewürzriese McCormick & Company verhandelt aktuell über den Kauf von Knorr, der kultigen deutschen Lebensmittelmarke. Der Deal könnte Milliarden wert sein und würde einen weiteren großen Schritt im globalen Markt für Würzmittel und Gewürze markieren. Unilever, der derzeitige Eigentümer von Knorr, baut sein Geschäft seit Jahren um.
Knorr gehört seit dem Jahr 2000 zu Unilever. Die Marke ist vor allem für ihre Suppen, Brühen und Würzmischungen bekannt und in vielen Ländern ein fester Begriff in den Haushalten. Nun scheint Unilever, das sich zunehmend auf Produkte mit höherer Marge konzentriert, bereit zu sein, die Marke zu verkaufen.
Das in den USA ansässige McCormick & Company ist der weltweit führende Gewürzhersteller. Mit einem Jahresumsatz von rund sieben Milliarden Dollar und 14.000 Mitarbeitenden dominiert das Unternehmen den Markt seit 2020. Durch Übernahmen wie die von Frank's RedHot hat es seine Position weiter gestärkt. Der Kauf von Knorr würde seine Reichweite noch einmal deutlich ausbauen.
Der mögliche Verkauf folgt auf Unilevers Entscheidung, seine Eiskrem-Sparte 2025 auszugliedern. Diese Umstrukturierung deutet auf eine Neuausrichtung hin, bei der profitablere Bereiche im Fokus stehen. Sollte der Deal zustande kommen, würde McCormick eine der führenden europäischen Marken mit großer Kundenbindung übernehmen.
Mit seiner starken Präsenz in den Supermarktregalen Europas und darüber hinaus ist Knorr ein wertvolles Asset. Für McCormick könnte die Übernahme dieser etablierten Marke die eigene Vorreiterrolle in der globalen Gewürzindustrie weiter festigen.
Falls die Übernahme abgeschlossen wird, würde sie den Markt für Gewürze und Würzmischungen neu ordnen. McCormick würde eine kraftvolle Marke gewinnen, während Unilever seine Strategie der Straffung des Portfolios fortsetzt. Das Ergebnis hängt von den Verhandlungen ab – doch die Auswirkungen auf beide Unternehmen könnten beträchtlich sein.






