01 February 2026, 08:53

Mecklenburg-Vorpommern feiert bis zum Rosenmontag 2026 mit Rekordbeteiligung

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayerischer Tracht fährt auf einem mit Blättern geschmückten Festwagen mit, einige spielen Musikinstrumente, mit Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund, dargestellt in Schwarz-Weiß.

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Karnevalshochsaison in Mecklenburg-Vorpommern: Feiern bis zum Rosenmontag 2026

In Mecklenburg-Vorpommern erreicht die Karnevalssaison ihren Höhepunkt – die Feierlichkeiten dauern bis zum Rosenmontag 2026, dem 16. Februar. Ein besonderer Höhepunkt wird das "Ländertreffen der Karnevalspräsidenten" in Waren an der Müritz sein, wo sich am Aschermittwoch 2026, dem 18. Februar, über 1.200 Jecken versammeln – darunter 68 der 89 Karnevalsvereine des Landes. Mit mehr als 40 Prozent Kindern und Jugendlichen unter den rund 8.000 Teilnehmenden aller Veranstaltungen zeigt das Fest seine breite Anziehungskraft über alle Altersgruppen hinweg.

Den Auftakt bildet bereits am 3. Februar ein Empfang im Berliner Kanzleramt. Als Ehrengäste werden das Karnevalspaar des Landes, Anja I. und Marco I. vom Richtenberger Karnevalsverein, erwartet.

Am folgenden Wochenende ziehen bunte Umzüge durch die Städte: In Dömitz rollen am Sonntag 40 Wagen durch die Straßen, während Neukalen mit dem Motto "Karneval in Neukaledonien" für heitere Stimmung sorgt. Feldberg hingegen bewahrt eine jahrzehntealte Tradition – hier findet am Rosenmontag 2026 der einzige Umzug dieser Art im Land statt.

Ein besonderer Moment ist der Wettbewerb "Jugend in der Tonne", bei dem die 13-jährige Celine Michaels aus Dömitz den Bundessieg 2025 in ihrer Altersklasse holte. Sie gilt inzwischen als eines der größten Nachwuchstalente der deutschen Karnevalsszene und unterstreicht den Ruf der Region als Förderstätte für junge Redner und Künstler.

Das "Ländertreffen der Karnevalspräsidenten" bleibt jedoch das größte Aschermittwochsereignis Deutschlands. Sozialministerin Stefanie Drese, Trägerin des "Spaßvogel"-Ordens, wird in Waren unter den Gästen sein. Die Veranstaltung vereint Bräuche vom Schmotzigen Dunschtig, der schwäbisch-alemannischen Fasnet und dem rheinischen Karneval – ein einzigartiger Mix, der die besondere Prägung der "fünften Jahreszeit" im Nordosten widerspiegelt.

Nach dem Aschermittwoch klingt die Saison aus, nicht ohne den traditionellen Umzug in Feldberg und das hochkarätige Treffen in Waren. Mit Tausenden Teilnehmenden, darunter vielen jungen Feiernden, beweisen die diesjährigen Feste einmal mehr die lebendige Karnevalskultur der Region. Mit Umzügen, Wettbewerben und offiziellen Auftritten bleibt das Programm bis zum Ende der Saison prall gefüllt.