Mehr Schulstraßen und Radprüfungen: So wird der Schulweg 2025 sicherer
Verena KramerMehr Schulstraßen und Radprüfungen: So wird der Schulweg 2025 sicherer
Neuer Vorstoß für sicherere Schulwege: Verkehrsministerium erweitert Programm für das Schuljahr 2025/2026
Das Bundesverkehrsministerium treibt die Initiative für sicherere Schulwege voran und baut sein Programm für das Schuljahr 2025/2026 deutlich aus. Im Mittelpunkt stehen die Einführung weiterer Schulstraßen sowie vermehrte Angebote zur Radfahrprüfung, um gefährlichen Verkehr in der Nähe von Schulen zu reduzieren. Ziel der Behörde ist es, Kindern mehr Eigenständigkeit auf dem Schulweg zu ermöglichen und gleichzeitig die Risiken durch den sogenannten Elterntaxi-Verkehr zu Stoßzeiten zu verringern.
Das Programm knüpft an die bestehende ressortübergreifende Kampagne "MOVERS – Aktiv zur Schule" an, die verschiedene Maßnahmen bündelt, um Kindern sichere und autofreie Mobilität zu ermöglichen. Ein zentrales Element sind Schulstraßen – Abschnitte, die während der Hauptverkehrszeiten vor und nach dem Unterricht für den motorisierten Verkehr gesperrt werden – sowie dauerhafte Schulzonen, in denen Fahrzeuge vollständig verboten sind. Bis Ende 2023 hatten bereits 150 Kommunen in Baden-Württemberg solche Maßnahmen auf Basis des ministeriellen Erlasses umgesetzt.
Der Erlass selbst regelt die rechtlichen Schritte zur Einrichtung von Schulstraßen, von der Beschilderung über die Auswahl der Straßen bis hin zur Abstimmung zwischen den lokalen Behörden. Zudem stellt er sicher, dass Gemeinden Änderungen zügig umsetzen können – unterstützt durch praktische Hilfen wie Beratungsangebote und Informationsmaterialien. Langfristiges Ziel ist es, Zu-Fuß-Gehen, Rollern oder Radfahren zur sichersten und gesündesten Option für den Schulweg zu machen.
Neben Verkehrsbeschränkungen fördert das Programm auch die Radfahrprüfung als Baustein für mehr Verkehrsbewusstsein. Durch die Kombination dieser Maßnahmen strebt das Ministerium nachhaltige Verbesserungen an, wie Kinder ihren täglichen Schulweg bewältigen.
Mit dem erweiterten Programm erhalten Kommunen nun klarere Leitlinien und mehr Ressourcen für die Umsetzung. Durch zusätzliche Schulstraßen und -zonen profitieren Kinder von sicheren, autofreien Wegen zum Unterricht. Gleichzeitig sollen die Änderungen langfristig eigenständige und aktive Mobilitätsgewohnheiten bei jungen Schülerinnen und Schülern fördern.






