Mietstreit zwingt Easy Apotheke in Berlin-Wilmersdorf zur Schließung
Hans-Jürgen PeukertMietstreit zwingt Easy Apotheke in Berlin-Wilmersdorf zur Schließung
Eine bekannte Easy Apotheke im Westen Berlins hat nach der Insolvenzanmeldung ihrer Inhaberin, Sohir Ammar, geschlossen. Die Filiale in der Wilmersdorfer Straße, die erst vor zwölf Jahren eröffnet worden war, schloss Ende 2025 ihre Türen. Der Schritt erfolgte nicht aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten in der Apothekenbranche, sondern wegen eines Streitfalls mit dem Vermieter über den Mietvertrag.
Ammar hatte 2023 zwei Easy-Apotheken-Standorte übernommen – eine am Kurfürstendamm und die andere in der Wilmersdorfer Straße. Letztere, mit fast 300 Quadratmetern Fläche, musste schließen, nachdem der Vermieter die Verlängerung des Mietvertrags abgelehnt hatte. Der Eigentümer plante eine Umnutzung der Räumlichkeiten, wodurch sowohl die Apotheke als auch ein benachbartes Bekleidungsgeschäft vertrieben wurden.
Die Insolvenzanmeldung folgte auf den Verlust des Standorts in der Wilmersdorfer Straße, wodurch Ammar für dessen Finanzierung haftbar blieb. Ohne die Vertragsverlängerung sah sie sich Verbindlichkeiten im siebenstelligen Bereich gegenüber. Dennoch stand die Insolvenz nicht im Zusammenhang mit allgemeinen wirtschaftlichen Belastungen, da beide Apotheken erfolgreich gewirtschaftet hatten.
Die verbleibende Easy Apotheke am Kurfürstendamm versorgt weiterhin Kunden mit einem Team von acht Mitarbeitenden. Die Insolvenzverfahren nähern sich dem Abschluss und sollen voraussichtlich im August beendet sein.
Die Schließung markiert das Ende einer kurzen, aber aktiven Phase für die Apotheke in der Wilmersdorfer Straße. Ammars finanzielle Probleme resultierten aus den Mietstreitigkeiten und nicht aus der Geschäftsentwicklung. Die Filiale am Kurfürstendamm bleibt davon unberührt und hat weiterhin geöffnet.






