06 March 2026, 16:35

Migration und Verlust: Studierende lesen eigene Texte in Heidelberg

Eine alte Karte des Mittelmeerraums mit Booten im Vordergrund und Text auf dem Papier.

Migration und Verlust: Studierende lesen eigene Texte in Heidelberg

Interaktive Lesung in Heidelberg präsentiert internationale Studierende mit Gedichten und Prosa zum Thema Migration und Verlust

International studierende der Universität Heidelberg stellen selbstverfasste Gedichte und Prosatexte vor, die sich mit den Themen Migration und Verlust auseinandersetzen. Inspiriert wurden die Texte von der Installation mare nostrum des Künstlers Markus Kaesler. Die Veranstaltung findet am 12. März 2026 im Rahmen der Heidelberger Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

Studierende aus aller Welt am Internationalen Studienzentrum in Heidelberg setzten sich mit Kaeslers Werk auseinander, das Flucht und Migration thematisiert. Die Installation umfasst 2.749 Bilder – eines für jede Person, die zwischen 2019 und 2023 auf der Mittelmeerroute als vermisst oder tot gemeldet wurde. Kaesler erstellte die Abzüge, indem er Lochkameras im Meer treiben ließ und die Aufnahmen mit Salzwasser entwickelte.

Ihre Reflexionen mündeten in eigene Gedichte und kurze Texte auf Deutsch, die die Studierenden um 18:00 Uhr im Max-Weber-Haus (Ziegelhäuser Landstraße 17) in Heidelberg vortragen werden. Die Lesung ist Teil eines umfassenden Programms, das vom 11. bis 29. März vom Interkulturellen Zentrum der Stadt und lokalen Partnern organisiert wird. Auch Markus Kaesler wird anwesend sein und gemeinsam mit den Studierenden ihre kreativen Auseinandersetzungen mit dem Thema teilen.

Das Internationale Studienzentrum in Heidelberg bereitet ausländische Studierende mit ausländischen Abschlüssen auf das akademische Leben in Deutschland vor. Durch Sprachkurse und fachspezifische Schulungen unterstützt es sie beim Übergang ins Hochschulstudium und fördert den interkulturellen Austausch.

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Die Lesung verbindet Kunst, Bildung und Aktivismus im Rahmen der Heidelberger Antirassismus-Initiative. Die Texte der Studierenden setzen sich mit den menschlichen Folgen von Migration auseinander und knüpfen an Kaeslers visuelle Hommage an. Die Veranstaltung ist öffentlich und ohne Anmeldung zugänglich.

Quelle