NAKO-Studie feiert 2.500. Teilnehmer-Meilenstein in Freiburgs Forschungszentrum
Gabor HethurNAKO-Studie feiert 2.500. Teilnehmer-Meilenstein in Freiburgs Forschungszentrum
NAKO-Gesundheitsstudie erreicht Meilenstein am Standort SC Freiburg
Am Forschungszentrum SC Freiburg der NAKO-Gesundheitsstudie wurde ein wichtiger Erfolg verzeichnet: Am 15. Januar 2026 hat die 2.500. Teilnehmerin oder der 2.500. Teilnehmer die Untersuchungen der dritten Studienphase abgeschlossen. Dieser Meilenstein krönt Jahre der Datenerhebung, die darauf abzielen, die Früherkennung und Prävention von Krankheiten in ganz Deutschland zu verbessern.
Seit 2014 hat der SC Freiburg Standort der NAKO-Studie über 20.000 medizinische Untersuchungen durchgeführt und mehr als 98.000 Fragebögen ausgewertet. Die Teilnehmenden – darunter auch die jüngste Meilenstein-Person – durchliefen dabei mindestens drei separate Erhebungsphasen in den Jahren 2014, 2021 und nun 2026. Ihre wiederholte Teilnahme ermöglicht es den Forscherinnen und Forschern, langfristige Gesundheitstrends nachzuverfolgen.
Die bundesweiten Erkenntnisse der Studie haben bereits bahnbrechende Erkenntnisse geliefert: So wurde etwa ein Zusammenhang zwischen Verkehrslärm und einem erhöhten Gesundheitsrisiko nachgewiesen, während eine höhere Muskelmasse das Risiko für chronische Rückenschmerzen zu verringern scheint. Das NAKO-Bildgebungszentrum hat zudem Zehntausende MRT-Aufnahmen analysiert und dabei Verbindungen zwischen Körperzusammensetzung und Krankheiten aufgedeckt. Beispielsweise geht ein höherer Fettanteil im Muskelgewebe mit einem größeren Sterberisiko einher – unabhängig von klassischen Faktoren wie Gewicht oder Cholesterinwert. Darüber hinaus hat die Studie neue Zusammenhänge zwischen Nierenstruktur, Stoffwechselstörungen und genetischen Veranlagungen aufgezeigt. Diese Befunde untermauern das übergeordnete Ziel der NAKO: die Entwicklung von Strategien zur Vorbeugung schwerer Erkrankungen wie Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Leiden.
Die NAKO-Studie baut ihre Datengrundlage weiter aus – auch dank der jüngsten Teilnehmenden aus SC Freiburg, die zum wachsenden Forschungskorpus beiträgt. Durch die Verknüpfung von Lebensstil-, Umwelt- und Genetikdaten strebt das Projekt an, Früherkennungsmethoden und Präventionsprogramme zu verfeinern. Die bisherigen Ergebnisse liefern bereits konkrete Belege für gesundheitspolitische Empfehlungen.