Neuer ARD-Film rollt den ungelösten Mord an Michèle Kiesewetter auf
Gabor HethurNeuer ARD-Film rollt den ungelösten Mord an Michèle Kiesewetter auf
{"text": "Die Nichte des Polizisten" – Ein neuer Film rollt einen der berüchtigtsten ungelösten Kriminalfälle Deutschlands neu auf\n\nUnter der Regie von Dustin Loose und produziert von Gabriela Sperl widmet sich der Film \"Die Nichte des Polizisten\" dem bis heute unaufgeklärten Mord an der Polizistin Michèle Kiesewetter im Jahr 2007. Mit neuen Perspektiven auf mögliche rechtsextreme Verstrickungen innerhalb der Polizei feiert die Produktion am 8. Oktober 2025 um 20:15 Uhr im Ersten (ARD) Premiere. Im Anschluss folgt eine Dokumentation, die den Fall vertieft.\n\nAm 25. April 2007 wurden die damals 22-jährige Michèle Kiesewetter und ihr Kollege Martin A. in Heilbronn von zwei unbekannten Tätern angeschossen. Kiesewetter starb noch am Tatort, ihr Partner überlebte schwer verletzt. Trotz jahrelanger Ermittlungen blieb der Fall ungelöst – und zählt damit zu den bekanntesten ungesühnten Morden der deutschen Nachkriegsgeschichte.\n\nDer Film geht möglichen Verbindungen zwischen kriminellen Clans, einzelnen Beamten und rechtsextremen Tendenzen in der Polizei nach. Besonders unter die Lupe genommen wird dabei der Onkel Kiesewetters, dem Kontakte in rechtsextreme Kreise und Drogengeschäfte nachgesagt werden. Als packendes Polizeidrama inszeniert, deckt der Film strukturelle Versäumnisse auf, die einer Aufklärung im Weg gestanden haben könnten.\n\nIn der Schlusssequenz erklingt L'Amour Toujours von Gigi D'Agostino – ein Lied, das von rechtsextremen Gruppen als Code adaptiert wurde. Diese musikalische Wahl unterstreicht die Auseinandersetzung des Films mit ideologischen Einflüssen auf den Fall.\n\nIm Anschluss an die Ausstrahlung folgt um 21:45 Uhr die Dokumentation \"Warum musste Michèle Kiesewetter sterben?\" Gemeinsam sollen Film und Dokumentation das öffentliche Interesse an einem Fall neu entfachen, der seit fast zwei Jahrzehnten ohne Lösung bleibt. Die Fokussierung auf institutionelle Defizite und extremistische Netzwerke könnte die Debatte über den ungesühnten Mord weiter anheizen.\n\n"}