Neues Joint Venture erschüttert den deutschen Markt für Artilleriegranaten
Verena KramerKartellamt ebnet Weg für neues Artillerie-Munitions-Unternehmen - Neues Joint Venture erschüttert den deutschen Markt für Artilleriegranaten
Eine neue Partnerschaft zwischen Nammo Raufoss und Diehl Defence verändert den Markt für Artilleriegranaten in Deutschland. Das kürzlich von den Aufsichtsbehörden genehmigte Joint Venture wird 155-Millimeter-Granaten in Deutschland produzieren. Damit verschärft sich auch der Wettbewerb für Rheinmetall, den langjährigen Hauptlieferanten der deutschen Rüstungsindustrie.
Die Zusammenarbeit entstand, nachdem beide Unternehmen einen Großauftrag der Bundeswehr erhalten hatten – einen Auftrag, den keiner der Partner alleine hätte bewältigen können. Diehl Defence stellte zwar bereits Artilleriegranaten her, jedoch nur in geringen Stückzahlen.
Das Bundeskartellamt prüfte das Joint Venture und erteilte ohne Bedenken seine Zustimmung. Andreas Mundt, Präsident der Behörde, bestätigte, dass die Vereinbarung den Wettbewerb in Deutschland nicht einschränke, sondern im Gegenteil durch einen neuen Marktteilnehmer stärke.
In der Folge hat Diehl Defence seine Produktion deutlich hochgefahren. Die gestiegene Kapazität ermöglicht es dem Unternehmen, sich erstmals an großen Aufträgen der Bundeswehr zu beteiligen. Rheinmetall, bis dahin der dominierende Zulieferer in Deutschland, sieht sich nun mit stärkerer Konkurrenz durch den Markteintritt von Nammo konfrontiert.
Die Partnerschaft hat bereits zu einer deutlichen Steigerung der Produktionszahlen bei Diehl geführt und die Rüstungskapazitäten in Deutschland erweitert. Durch die Beteiligung von Nammo entsteht ein dynamischerer Wettbewerbsmarkt. Das Joint Venture wird voraussichtlich eine zentrale Rolle bei der Versorgung der Bundeswehr mit Artilleriemunition in Deutschland spielen.






