14 April 2026, 14:39

Neues Online-Portal enthüllt historische Dokumente zu rechtsextremen Strömungen in Deutschland

Offenes Buch mit handgeschriebener Schrift, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland, mit sichtbaren Wasserzeichen unten.

Neues Online-Portal enthüllt historische Dokumente zu rechtsextremen Strömungen in Deutschland

Ein neues Online-Portal bietet ab sofort kostenlosen Zugang zu historischen Dokumenten über rechtsextreme Strömungen in Deutschland. Die Sammlung umfasst Materialien aus der Zeit von 1945 bis 2000, darunter Propaganda, gewaltverherrlichende Rhetorik und gezielte Ansprachen an junge Zielgruppen. Das Projekt soll Forschung, Bildung und das öffentliche Bewusstsein für die Strategien extremistischer Bewegungen im Wandel der Zeit fördern.

Das unter https://radikale-rechte.de/ abrufbare Portal entstand unter der Leitung der Historiker Prof. Dr. Frank Bösch und Prof. Dr. Gideon Botsch. Ihr Team hat über 300 Dokumente gesichtet, aufbereitet und analysiert, um sie in einen historischen Kontext einzuordnen und verständlich zu machen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Materialien reichen von propagandistischen Schriften bis hin zu expliziten Aufrufen zu Gewalt. Viele der Dokumente richten sich gezielt an jüngere Zielgruppen und zeigen, wie rechtsextreme Gruppen ihre Botschaften über Jahrzehnte hinweg anpassten. Durch die Bereitstellung dieser Quellen ermöglicht das Portal Forscher:innen, Lehrkräften und Bildner:innen in der politischen Bildung, die sich wandelnden Taktiken rechtsextremer Bewegungen nachzuverfolgen.

Mehr als 30 Fachleute waren an der Annotation und Einordnung der Dokumente beteiligt. Ihre Arbeit stellt sicher, dass das Portal als zuverlässige Quelle für die Erforschung der Entwicklung extremistischer Ideologien im Nachkriegsdeutschland dient.

Die Freischaltung des Portals erweitert den öffentlichen Zugang zu wichtigen historischen Aufzeichnungen. Schulen, Hochschulen und zivilgesellschaftliche Organisationen können die Dokumente nun nutzen, um sich detailliert mit den Strategien der rechten Szene auseinanderzusetzen. Das Projekt schafft damit eine Grundlage für vertiefte Forschungen zu den Auswirkungen des Extremismus auf die deutsche Gesellschaft.

Quelle