Nicole Belstler-Boettcher verlässt als Erste das Dschungelcamp – ein kurzer, aber prägender Auftritt
Hans-Jürgen PeukertDschungelcamp: Sie kam, strauchelte und gewann (leider nicht) - Nicole Belstler-Boettcher verlässt als Erste das Dschungelcamp – ein kurzer, aber prägender Auftritt
Nicole Belstler-Boettcher, bekannt für ihre langjährige Rolle in der ARD-Seifenoper Marienhof, ist die erste Kandidatin, die Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! verlassen hat. Mit 62 Jahren war sie der älteste Prominente im diesjährigen Dschungelcamp. Ihr Aus scheidet nach einem kurzen, aber ereignisreichen Aufenthalt im Camp, in dem sie sowohl ihre direkte Art als auch ihre entspannte Seite zeigte.
Belstler-Boettcher wuchs umgeben von Ruhm auf – als Tochter der Schauspielerin Grit Boettcher. In ihrem Elternhaus verkehrten regelmäßig Stars wie Romy Schneider, Harald Juhnke und Joachim Fuchsberger. Trotz dieser glamourösen Kindheit kämpfte sie mit ihrer Identität und fühlte sich oft vom Erfolg ihrer Mutter überschattet.
Ihre Karriere nahm 1995 Fahrt auf, als sie die Rolle der Lehrerin Sandra Behrens in Marienhof übernahm – eine Figur, die sie fast durchgehend bis zum Serienende 2011 spielte. Neben der Schauspielerei erlangte sie skurrile Bekanntheit, etwa als sie zur "Brillenträgerin des Jahres" gekürt wurde, weil sie oft mehrere Brillen gleichzeitig trug. Fans erinnern sich auch an ihre markante, rauchige und einladende Stimme.
Im Dschungelcamp hinterließ sie schnell einen Eindruck. Zunächst gab es eine kleine Auseinandersetzung mit Simone Ballack, doch später glätteten sich die Wogen mit ihren Mitcampern. Unprätentiös und oft ohne Make-up fiel sie durch ihre bodenständige Art auf. Bereits Anfang dieses Jahres machte sie Schlagzeilen, als sie den Sänger Gil Ofarim mit dessen Verhalten gegenüber einem Hotelmitarbeiter konfrontierte – ein weiteres Beispiel dafür, dass sie keine Scheu hat, ihre Meinung zu sagen.
Belstler-Boetchers Zeit in der Show war kurz, da die Zuschauer sie als Erste rauswählten. Ihr Abschied hinterlässt eine Mischung aus Erinnerungen – an ihre Seifenoper-Zeit ebenso wie an ihre unkomplizierte, gradlinige Art im Dschungel. Die Schauspielerin bleibt eine bekannte Persönlichkeit, geschätzt für ihre Rollen vor der Kamera wie für ihren Mut, für andere einzustehen.