07 May 2026, 10:32

NRW-Polizei setzt auf digitale Ermittler: OSINT-Teams wachsen rasant

Ein Mann im Anzug lächelt in die Kamera mit einem Logo und Text auf der rechten Seite, der besagt, dass er Zugang zu Wissen und Werkzeugen hat, um gewalttätigen Extremismus durch das Strong Cities Network herauszufordern.

NRW-Polizei setzt auf digitale Ermittler: OSINT-Teams wachsen rasant

Nordrhein-Westfalens Polizei baut Online-Ermittlungen massiv aus

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat eine große Offensive gestartet, um ihre Fähigkeiten im Bereich digitaler Ermittlungen zu stärken. Im Mittelpunkt steht dabei Open Source Intelligence (OSINT) – eine Methode, bei der Beweismaterial aus öffentlich zugänglichen digitalen Quellen gesammelt wird. In der gesamten Region wurden mittlerweile spezialisierte Teams aufgebaut, um dieses wachsende Feld der Strafverfolgung professionell abudecken.

Das Landeskriminalamt (LKA) Düsseldorf hat seine OSINT-Aktivitäten deutlich ausgebaut. Was einst als kleines Zweier-Team begann, ist heute eine Abteilung mit 16 Fachleuten. Zu dem Team gehören IT-Experten, Soziologen und Politikwissenschaftler, die unter der Leitung von Fabian Coenen arbeiten. Der 42-Jährige steht der Abteilung 22.2 vor, die sich auf politisch motivierte Kriminalität konzentriert.

Einen weiteren Schub erhielt die Arbeit des LKA durch die Initiative «Digitale Streife». Im Rahmen dieses Projekts wurden zehn neue Beamte in das Team integriert, zudem wurden fast 100 weitere Polizisten in sechs regionalen Behörden eingebunden. Laura Ellrich, eine 28-jährige Ermittlerin, stieß 2022 im Zuge der Expansion zur Abteilung Staatsschutz.

Auch über Düsseldorf hinaus hat die Initiative Fuß gefasst. In Köln leitet Swen Schubert mittlerweile die größte OSINT-Einheit im Netzwerk mit 18 festen Stellen. Die Ausbildung dieser Teams obliegt Marc Restemeyer, einem 37-jährigen Dozenten am Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Neuss. Zu seinen Aufgaben gehört es, neue LKA-Mitarbeiter sowie Beamte der lokalen «Digitalen Streife»-Einheiten in OSINT-Techniken zu schulen.

Die Teams arbeiten nach dem Prinzip der «Schwarmintelligenz», das eine strukturierte Zusammenarbeit fördert. Dieser Ansatz soll die Effizienz und Wirkung bei der Analyse von Onlinedaten aus sozialen Medien und anderen offenen Quellen maximieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Ausbau der OSINT-Kapazitäten markiert einen bedeutenden Wandel in der Art und Weise, wie die nordrhein-westfälische Polizei digitale Beweise sammelt und auswertet. Mit fast 100 geschulten und im gesamten Land eingesetzten Beamten ist die Behörde nun besser gerüstet, um Online-Ermittlungen durchzuführen. Die Initiative spiegelt einen größeren Trend in der modernen Polizeiarbeit wider, in der digitale Kompetenzen zunehmend unverzichtbar werden.

Quelle