05 June 2026, 18:56

Olympia 2036: Deutschlands Bewerbung zwischen politischen Gräben und Bürgerprotesten

Berlin und Olympia

Olympia 2036: Deutschlands Bewerbung zwischen politischen Gräben und Bürgerprotesten

Deutschlands Bewerbung um die Olympischen Spiele 2036 steht vor Unsicherheiten

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Während die Städte ihre Optionen abwägen, wird Deutschlands Kandidatur für die Olympischen Spiele 2036 zunehmend fraglicher. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird am 26. September einen Bewerber auswählen – nur wenige Tage nach der Berliner Landtagswahl. Das Ergebnis dieser Abstimmung könnte die Chancen der Hauptstadt entscheidend beeinflussen. Doch bereits jetzt formiert sich Widerstand in oppositionellen Kreisen.

Ein Bürgerentscheid in Berlin wird voraussichtlich frühestens in einem Jahr stattfinden, sodass die Entscheidung vorerst in den Händen der Politiker liegt. Unterdessen bleibt Hamburgs Haltung unklar – die Ablehnungen der Vergangenheit sind noch präsent.

Berlin: Politische Gräben erschweren den Weg zu Olympia Die Pläne Berlins, die Spiele auszurichten, werden durch politische Spannungen belastet. Bürgermeister Kai Wegner (CDU) fordert eine Volksabstimmung, doch die Grünen und die Linke lehnen dies ab. Stattdessen sammelt die Kampagne „NoOlympia“ – unterstützt von genau diesen Parteien – Unterschriften, um einen Bürgerentscheid zu erzwingen. Rechtliche Hürden verzögern eine solche Abstimmung jedoch bis 2027 – lange nach der DOSB-Entscheidung.

Hamburg: Zögerliche Haltung nach gescheiterter Bewerbung Auch in Hamburg ist die Lage ungewiss. 2015 lehnten die Bürger eine Olympische Bewerbung mit 51,6 Prozent knapp ab. Aktuelle Umfragen zeigen eine gespaltene Meinung, und im Stadtparlament fehlt die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit, um eine neue Volksabstimmung auf den Weg zu bringen. Ohne diese kann Hamburg keinen Bürgerentscheid durchführen – die Bewerbung bleibt damit in der Schwebe.

Andere Regionen zeigen mehr Begeisterung In München und Nordrhein-Westfalen gibt es dagegen starke Unterstützung: Rund zwei Drittel der Einwohner stehen hinter einer Olympischen Bewerbung. Doch die DOSB-Entscheidung am 26. September hängt maßgeblich vom Berliner Wahlergebnis sechs Tage zuvor ab. Falls die Hauptstadt ausgewählt wird, könnte ihr Vorhaben Jahre später noch durch einen Bürgerentscheid herausgefordert werden – ein zusätzliches Risiko in einem ohnehin unsicheren Prozess.

DOSB-Entscheidung unter politischem und öffentlichem Druck Die Wahl des DOSB fällt in eine Phase politischer und gesellschaftlicher Widerstände. Die Berliner Landtagswahl am 20. September könnte das Ergebnis beeinflussen, doch ein Bürgerentscheid bleibt vorerst ausgeschlossen. Hamburgs Zögern und die frühere Ablehnung erschweren Deutschlands Olympische Ambitionen zusätzlich. Am Ende liegt die Entscheidung in den Händen der Funktionäre – nicht der Wähler.

Quelle