24 May 2026, 06:46

Ostdeutsches Wirtschaftsforum setzt auf Chancen statt Krisenstimmung in Bad Saarow

Frustration in der Wirtschaft - BDI fordert mehr Mut bei Reformen

Ostdeutsches Wirtschaftsforum setzt auf Chancen statt Krisenstimmung in Bad Saarow

Ostdeutsches Wirtschaftsforum startet in Bad Saarow – Fokus auf Chancen statt Krisenstimmung

Vom 31. Mai bis 2. Juni findet in Bad Saarow das Ostdeutsche Wirtschaftsforum statt. Täglich werden rund 350 Führungskräfte aus der Wirtschaft erwartet. Zu den prominenten Gästen zählen Bundeskanzler Friedrich Merz, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) sowie die Ministerpräsidenten von drei ostdeutschen Bundesländern. Im Mittelpunkt stehen strategische Gespräche zu Industrie und Wachstum.

Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen wollen die Veranstalter bewusst Chancen in den Vordergrund stellen und eine düstere Grundstimmung vermeiden. Ein zentrales Ziel des Forums ist es, Rüstungsunternehmen mit Start-ups sowie etablierten Maschinenbau- und Automobilfirmen zu vernetzen.

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Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt indes vor einer zunehmenden Verunsicherung in der Wirtschaft. Hohe Energiekosten, steuerliche Belastungen und bürokratische Hürden haben den Verband veranlasst, seine Wachstumsprognose für die Industrie in diesem Jahr nach unten zu korrigieren. BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch beschrieb die Stimmung unter Unternehmen als „tief entmutigt, ja frustriert“ und mahnte, dass Reformversäumnisse in einem Wahljahr fatale Folgen hätten.

Der BDI fordert weniger Regulierung, um Innovationen und Investitionen zu fördern. Gleichzeitig gilt Ostdeutschland als attraktiver Standort für die Rüstungsindustrie, nicht zuletzt wegen verfügbarer Flächen und einer soliden Infrastruktur.

Neben Merz und Reiche nehmen die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg an den Gesprächen teil. Auf der Agenda steht vor allem die Vernetzung von Rüstungsfirmen mit Maschinenbau- und Automobilherstellern, um die Zusammenarbeit zu stärken.

Das dreitägige Forum bringt Politik und Wirtschaft zusammen, um wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen – ohne in Pessimismus zu verfallen. Mit 350 Teilnehmern pro Tag soll es Partnerschaften fördern und praktische Lösungen für das Industriewachstum in Ostdeutschland vorantreiben. Der Fokus liegt auf Handlungsmöglichkeiten statt auf Krisenrhetorik.

Quelle