21 March 2026, 00:43

Pforzheimer Apotheken streiken am 23. März 2026 für faire Vergütungen

Eingang einer Apotheke mit einem "Apotheke"-Schild links, einer Tafel mit Text rechts, beleuchteten Lampen oben und Hintergrundobjekten.

Pforzheimer Apotheken streiken am 23. März 2026 für faire Vergütungen

Apotheken in Pforzheim und dem Enzkreis schließen am 23. März 2026 aus Protest – Forderung nach besseren Vergütungen

Am 23. März 2026 bleiben die Apotheken in Pforzheim und im Enzkreis geschlossen, um gegen die seit Jahren unzureichenden Gebührenerhöhungen zu protestieren. Lediglich die Christoph-Apotheke hält für den Notdienst geöffnet. Die von der Landesapothekerverband Baden-Württemberg (LAV) organisierte Aktion soll auf die langjährigen Missstände in der Vergütungspolitik aufmerksam machen.

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Christian Kraus, Vorsitzender des LAV-Kreisverbands Pforzheim, rief die Apothekenteams auf, sich vor der Christoph-Apotheke zu versammeln. Er forderte die Mitarbeiter auf, in ihren Berufskleidern zu erscheinen und mit Plakaten Solidarität zu zeigen. Kraus räumte ein, dass es erheblichen Aufwand bedeutet habe, fast alle lokalen Apotheken für die Schließung zu gewinnen.

Die Christoph-Apotheke, betrieben von Andreas Plommer, bleibt als offizielle Notdienstapotheke in Betrieb. Plommer kritisierte jedoch, dass ein flächendeckender Streik aller Notdienstapotheken ein stärkeres Signal gesendet hätte. Die im Jahr 2013 beschlossene Erhöhung der Gebühren um 25 Cent bezeichnete er als völlig unzureichend.

Um den Protesttag zu bewältigen, plante Plommer fünf Mitarbeiter für den Vormittag und vier für den Nachmittag ein. Währenddessen blieben bundesweit alle Notdienstapotheken geöffnet; aus anderen Regionen wurden keine ähnlichen Proteste gemeldet.

Vor der Christoph-Apotheke findet eine Kundgebung statt, an der sich auch benachbarte Apotheken beteiligen. Organisiert wird die Aktion vom LAV. Kraus betonte die Bedeutung der Sichtbarkeit und rief die Teams dazu auf, geschlossen aufzutreten und während der Demonstration mit Patienten ins Gespräch zu kommen.

Der Protest in Pforzheim zeigt eine seltene Geschlossenheit der lokalen Apotheken. Da sich nahezu alle beteiligen, hoffen die Organisatoren, dass die Aktion Druck für substanzielle Reformen der Vergütungsregelungen erzeugt. Durch den aufrechterhaltenen Notdienst der Christoph-Apotheke bleibt die Versorgung mit dringend benötigten Medikamenten dennoch sichergestellt.

Quelle