Pforzheimer Unternehmer wegen 64.000-Euro-Sozialbetrugs verurteilt
Hans-Jürgen PeukertPforzheimer Unternehmer wegen 64.000-Euro-Sozialbetrugs verurteilt
Ein 52-jähriger Inhaber eines Transportunternehmens aus Pforzheim ist wegen großangelegten Sozialversicherungsbetrugs verurteilt worden. Im Mittelpunkt des Falls stand die falsche Angabe von Mitarbeitergehältern, um mehr als 64.000 Euro an Sozialabgaben zu hinterziehen. Die Ermittler deckten das System auf, nachdem sie einen Hinweis von der Deutschen Rentenversicherung erhalten hatten.
Der Betrug flog auf, als die Deutsche Rentenversicherung Unstimmigkeiten in den Lohnunterlagen des Unternehmens meldete. Daraufhin leitete die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in Karlsruhe die Ermittlungen ein. Dabei stellte sich heraus, dass der Unternehmer zwei separate Lohnsysteme geführt hatte: eines mit den tatsächlichen Gehaltszahlungen an die Mitarbeiter und ein zweites mit gefälschten, niedrigeren Angaben.
Der Geschäftsmann räumte ein, seinen Angestellten die vereinbarten vollen Löhne ausgezahlt zu haben, bei den Behörden aber bewusst geringere Beträge deklariert zu haben. Durch diese Täuschung entging er der Zahlung von 64.000 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage wegen 50-facher Vorenthaltung und Veruntreuung von Arbeitsentgelt.
Vor Gericht sprach das Gericht den Unternehmer in allen Anklagepunkten schuldig. Er erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten. Zusätzlich zur Haftstrafe auf Bewährung verfügte der Richter die Rückzahlung der vollen 64.000 Euro an ausstehenden Beiträgen.
Die Verurteilung folgt auf umfassende Ermittlungen der Karlsruher Zollbehörden und Finanzaufsichtsbehörden. Der Unternehmer muss nun den hinterzogenen Betrag in voller Höhe zurückzahlen und die Bewährungsstrafe antreten. Die Behörden betonten, dass solche Fälle konsequent verfolgt würden, um die Sozialversicherungssysteme zu schützen.






