Pharmabranche startet 2026 mit Lieferengpässen und Preisdruck in die heiße Phase
Verena KramerPharmabranche startet 2026 mit Lieferengpässen und Preisdruck in die heiße Phase
Der Jahresbeginn 2026 bringt entscheidende Aufgaben für die Pharmabackoffices in ganz Deutschland mit sich. Mit fast 550 Medikamenten, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) als nicht verfügbar gemeldet werden, stehen die Teams vor großen Herausforderungen.
Viele im Dezember abgeschlossene Lieferverträge sehen Auslieferungen im ersten Quartal vor. Nun müssen die Teams Lieferpläne überprüfen und Lagerkapazitäten kontrollieren, um Engpässe zu vermeiden. Gleichzeitig gilt es, aktualisierte Preiskonditionen und Rückgaberegelungen der Lieferanten für den schnellen Zugriff zusammenzustellen – weitere Preisanpassungen werden 2026 erwartet.
Altbestände zu alten Preisen müssen identifiziert oder die Verkaufspreise umgehend neu kalkuliert werden. Auch die Bestellungen für Grippeimpfstoffe der nächsten Saison erfordern frühzeitige Aufmerksamkeit: Die Bestellformulare für Arztpraxen müssen bis Ende Januar vorliegen. Eine enge Abstimmung mit den Außendienstteams bleibt entscheidend, um bei möglichen Rationierungen aufgrund von Rohstoffknappheit oder logistischen Problemen Prioritätszuteilungen zu sichern.
Proaktive Lagerplanung gilt als beste Strategie, um steigende Kosten abzufedern und Lieferketten zu stabilisieren. Der Jahreswechsel erfordert präzises Zeitmanagement, die Verwaltung von Lagerbeständen und die Überwachung auslaufender Verträge, um Versorgungslücken zu vermeiden.
Die ersten Wochen des Jahres 2026 werden zeigen, wie gut Pharmaunternehmen mit Lieferengpässen und Preisschwankungen umgehen. Durch die Überprüfung von Jahresverträgen, die Anpassung von Lagerbeständen und die frühzeitige Auftragsvorbereitung streben die Backoffices an, die Versorgung für das kommende Jahr zu sichern. Im Fokus steht weiterhin, Unterbrechungen zu vermeiden – trotz enger Fristen und begrenzter Ressourcen.






