17 June 2026, 16:53

Porsche ruft 22.000 Cayenne-Diesel wegen illegaler Abschalteinrichtungen zurück

Porsche schätzt Schaden durch Audi-Motoren auf 200 Millionen Euro

Porsche ruft 22.000 Cayenne-Diesel wegen illegaler Abschalteinrichtungen zurück

Porsche steht vor einem Rückruf von rund 22.000 Dieselmodellen des Cayenne in ganz Europa. Ursache des Problems sind von Audi gelieferte Dieselmotoren, die mit illegalen Abschalteinrichtungen ausgestattet waren. Das Unternehmen schätzt die durch den Skandal entstandenen Kosten mittlerweile auf etwa 200 Millionen Euro.

Die betroffenen Motoren stammten von Audi, da Porsche keine eigenen Dieselaggregate produziert. In den Motoren war eine Software verbaut, die Abgastests manipulieren sollte. Porsche hat inzwischen ein korrigierendes Update für die Fahrzeuge entwickelt, das jedoch noch die Zustimmung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) benötigt.

Die geschätzten 200 Millionen Euro decken unter anderem Kosten für die Fahrzeug-Updates, Anwaltsgebühren sowie Entschädigungen für Kunden ab – etwa Mietwagen für Besitzer und Wertminderungen bei Leasingmodellen. Die endgültige Rechnung könnte jedoch niedriger ausfallen als zunächst angenommen.

Porsches Finanzvorstand Lutz Meschke hatte zuvor angedeutet, dass das Unternehmen notfalls Schadensersatz von Audi einfordern werde. Audi hat nun zugesagt, die Kosten zu übernehmen, wobei die genaue Summe erst nach Abschluss des Rückrufs feststehen wird.

Von dem Rückruf sind tausende Cayenne-Besitzer in Europa betroffen. Sobald die Behörden die Freigabe erteilen, wird Porsche die notwendigen Software-Updates durchführen. Audis Kostenübernahme wird die finanzielle Belastung für Porsche durch den Abgasskandal abmildern.

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