19 December 2025, 21:35

Projekt zum Schutz von Fischarten und zur Cormoran-Management startet

Mehrere Fische schwimmen in klarem Wasser mit Text in der unteren rechten Ecke.

Projekt zum Schutz von Fischarten und zur Cormoran-Management startet

Projekt zum Schutz bedrohter Fischarten und Kormoranmanagement startet

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  1. Dezember 2025

Ein neues grenzüberschreitendes Projekt zum Schutz gefährdeter Fischarten und zur Regulierung der Kormoranbestände am Bodensee startet im Januar 2026. Unter der Federführung Baden-Württembergs und mit einer Förderung von 900.000 Euro vereint die Initiative acht Partner aus den Anrainerregionen des Sees im Rahmen des EU-Programms Interreg.

Das auf drei Jahre angelegte Vorhaben, koordiniert vom Regierungspräsidium Freiburg, konzentriert sich auf sechs bedrohte Fischarten: Äsche, Nasen, Zingel, Bitterling, Bachschmerle und Bachneunauge. Einige dieser Arten sind vom Aussterben bedroht und benötigen dringend Maßnahmen zur Stabilisierung ihrer Bestände.

Die Arbeiten umfassen vier zentrale Handlungsfelder. So sollen Lebensräume durch ökologische Aufwertungen wiederhergestellt und technische Schutzvorrichtungen gegen die Bejagung durch Kormorane installiert werden. Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung einer internationalen Strategie zur Kormoranregulierung, darunter die Drohnenüberwachung von Brutkolonien. Alle Maßnahmen werden durch ein Monitoringprogramm begleitet, das die Auswirkungen auf die Zielarten und andere geschützte Wildtiere bewertet und bei Bedarf Anpassungen ermöglicht.

Die Ergebnisse des Projekts sollen künftige Naturschutzpolitiken in der Bodensee-Region prägen. Durch die Kombination von Lebensraumrenaturierung, Prädatorenkontrolle und grenzüberschreitender Zusammenarbeit strebt die Initiative an, das Überleben heimischer Fischarten zu sichern und gleichzeitig ökologische Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Die Förderung und Umsetzung laufen bis 2029.