Prominente wie Jörg Pilawa und Mary Roos vor dem Münsterschen Karnevalsgericht
Ludger RörrichtProminente wie Jörg Pilawa und Mary Roos vor dem Münsterschen Karnevalsgericht
Der 55. Paohlbürger Karnevalsrat in Münster veranstaltet in diesem Jahr seinen berühmten Scheinprozess
Vier prominente Persönlichkeiten – Mary Roos, Jörg Pilawa, Clemens Tönnies und Oberbürgermeister Tilmann Fuchs – müssen sich vor ausverkauftem Publikum humorvollen, fiktiven Anklagen stellen. Die seit Langem etablierte Karnevalstradition verspricht Gelächter und Unterhaltung, wenn die Prominenten sich vor Gericht verteidigen.
Der unter dem Namen "Tennisgericht" bekannte Prozess wird seit über fünf Jahrzehnten von der Paohlbürger Karnevalsgesellschaft organisiert. In diesem Jahr steht unter anderem die Sängerin Mary Roos wegen eines angeblichen Skandals aus ihrer Musikkarriere vor Gericht. Jörg Draeger, bekannt als Moderator von "Der Preis ist heiß"*, wird von Harry Wijnvoord verteidigt – eine spielerische Wendung in der Verhandlung.
Oberbürgermeister Tilmann Fuchs muss sich wegen übermäßigen Einsatzes der Farbe Grün in städtischen Projekten verantworten. Er hat seine Unschuld beteuert und kündigte an, dies im Prozess zu beweisen. Clemens Tönnies hingegen wird beschuldigt, zu viel Geld in den FC Schalke 04 statt in den heimischen Verein Preußen Münster investiert zu haben. Alle vier Beteiligten haben sich gründlich auf ihre Rollen vorbereitet. Am Ende wird der Richter entscheiden, wer aus Sicht des Karnevalsgerichts "schuldig" ist – mit einem humorvollen Urteil als Abschluss des Abends.
Der Scheinprozess bleibt ein Höhepunkt der Münsteraner Karnevalsfeiern. Mit einem prominent besetzten Aufgebot und einem begeisterten Publikum führt die diesjährige Ausgabe die Tradition fort, Humor mit regionaler Kultur zu verbinden. Das finale Urteil setzt den Schlusspunkt unter einen unterhaltsamen Abend und hinterlässt bei den Gästen bleibende Erinnerungen.