Recaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Gabor HethurRecaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – 215 Jobs in Gefahr
Recaro Automotive, Spezialist für Hochleistungs-Autositze, meldet Insolvenz an
Die Recaro Automotive, ein führender Hersteller von Hochleistungs-Fahrzeugsitzen, hat in Deutschland Insolvenz angemeldet. Von dem Schritt betroffen ist ausschließlich diese Sparte – andere Bereiche der Recaro Group bleiben davon unberührt. Die Belegschaft am Standort Kirchheim unter Teck wurde von der Ankündigung überrascht.
Das Insolvenzverfahren wurde beim Amtsgericht Esslingen eingereicht. Die 215 Mitarbeiter am deutschen Standort erfuhren von der Entscheidung erst im Nachhinein. Die Zukunft der Sparte steht nun auf dem Spiel, konkrete nächste Schritte sind derzeit noch unklar.
Recaro Automotive hat in den vergangenen Jahren mehrfach den Besitzer gewechselt. 2011 übernahm Johnson Controls das Unternehmen, bevor es 2016 seine Autositze-Sparte als Adient ausgliederte. Vier Jahre später verkaufte Adient Recaro Automotive an die Raven Acquisitions, LLC. Die Division beliefert unter anderem Modelle wie den Ford Mustang Dark Horse mit Sitzen.
Die Gewerkschaft IG Metall fordert nun alle möglichen Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitsplätze. Sie setzt sich für eine nachhaltige Lösung ein, um den Standort langfristig zu sichern.
Die Insolvenz stellt 215 Beschäftigte vor eine ungewisse Zeit. IG Metall und weitere Beteiligte werden nun nach Wegen suchen, die Zukunft der Sparte zu sichern. Bis auf Weiteres bleiben Produktion und Betrieb unter Prüfung.






