15 April 2026, 06:47

Rechtsextreme Gewalt gegen Zivilgesellschaft erreicht 2025 neuen Höhepunkt in Deutschland

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude und hält Fahnen und Schilder mit der Aufschrift "Lgbtq+ Rechte Demonstration in Berlin", einige tragen Mützen und Taschen, vor einem Hintergrund aus Gebäuden, einem Kran und einem bewölkten Himmel.

Rechtsextreme Gewalt gegen Zivilgesellschaft erreicht 2025 neuen Höhepunkt in Deutschland

Angriffe auf zivilgesellschaftliche Gruppen in Deutschland nehmen 2025 drastisch zu

Im Jahr 2025 haben die Angriffe auf zivilgesellschaftliche Initiativen in Deutschland stark zugenommen: 112 Vorfälle wurden registriert – im Schnitt alle drei Tage einer. Zu den jüngsten Zielen zählen ein autonomes Jugendzentrum in Hannover sowie ein Brandanschlag auf das Rainbow Center in Cottbus, kurz vor den lokalen Christopher-Street-Day-Feierlichkeiten.

Die Amadeu Antonio Stiftung dokumentierte den Anstieg der Gewalt und stellte fest, dass die Hälfte aller Vorfälle in Ostdeutschland stattfand. Expert:innen warnen, dass rechtsextreme Akteur:innen – darunter auch die AfD – durch gezielte Markierung von Zielen eine Rolle spielen, während andere zu körperlichen Übergriffen übergehen.

In Riesa forderte die AfD-Fraktion, dass sich alle Jugendlichen, die Angebote in Jugendzentren nutzen, mit Namen und Adresse registrieren müssen. Unterdessen wurde in Hannover ein autonomes Jugendzentrum mit Buttersäure beschmiert. Nur wenige Tage später verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf das Rainbow Center in Cottbus, was die Vorbereitungen für die dortigen CSD-Feiern empfindlich störte.

Auch die Bundesregierung hat Maßnahmen ergriffen, die sich auf die Zivilgesellschaft auswirken könnten. Familienministerin Karin Prien (CDU) kündigte Änderungen beim Förderprogramm "Lebendige Demokratie!" an, wodurch rund 200 Projekte unsicher über ihre weitere Unterstützung sind.

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Die Welle der Angriffe hält viele Organisationen in Alarmbereitschaft. Durch Kürzungen bei der Finanzierung und politischen Druck verschärft sich die Lage zusätzlich: Zivilgesellschaftliche Gruppen sehen sich nun sowohl physischen Bedrohungen als auch institutionellen Herausforderungen gegenüber. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Projekte an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen.

Quelle