24 June 2026, 08:25

Rentenreform: Selbstständige und Politiker sollen künftig in die gesetzliche Rente einzahlen

Woidke für Beteiligung aller Berufsgruppen in der Renten-Debatte

Rentenreform: Selbstständige und Politiker sollen künftig in die gesetzliche Rente einzahlen

Die Rentenkommission hat weitreichende Vorschläge zur Reform des deutschen Rentensystems vorgelegt. Zu den zentralen Änderungen gehören neue Beitragsregeln für Selbstständige und Politiker sowie die Einführung einer kapitalgedeckten Säule für die gesetzliche Rente. Die Empfehlungen haben unter politischen Führungskräften und Oppositionsparteien eine Debatte ausgelöst.

Die Kommission schlägt vor, dass Selbstständige und Politiker künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollen. Zudem fordert sie die Abschaffung der aktuellen Regelung, die es Arbeitnehmern mit 45 Beitragsjahren ermöglicht, vorzeitig ohne Abzüge in Rente zu gehen. Darüber hinaus soll das gesetzliche Renteneintrittsalter schrittweise über 67 Jahre hinaus steigen – gekoppelt an die Lebenserwartung.

Beamte blieben zwar weiterhin vom Hauptrentensystem ausgenommen, ihr Renteneintrittsalter würde jedoch an das der gesetzlichen Rente angeglichen. Eine neue kapitalgedeckte Säule soll die gesetzliche Rentenversicherung ergänzen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) forderte eine breite Debatte über die Rentereform und betonte, dass alle Berufsgruppen – einschließlich der Beamten – einbezogen werden müssten. Zudem müsse geprüft werden, wie sich die Vorschläge auf Rentner in Ostdeutschland auswirken würden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) versprach, alle Empfehlungen der Kommission „ohne Wenn und Aber“ umzusetzen.

Die AfD und die BSW kritisierten die Pläne scharf, insbesondere die Anhebung des Renteneintrittsalters und die Einschränkungen beim vorzeitigen Ruhestand.

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Die Vorschläge stellen einen tiefgreifenden Wandel in der Rentenpolitik dar und betreffen Selbstständige, Politiker und Beamte gleichermaßen. Sollten sie umgesetzt werden, würden sie die Regelungen für den Ruhestand und die Beitragsstrukturen grundlegend verändern. Die politischen Reaktionen zeigen, wie umstritten die Reformen sind.

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