23 May 2026, 16:35

Salzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt klare Regeln ab

Baugenehmigungen für Tiny Houses? So hat der Rat der Stadt Salzgitter entschieden

Salzgitter blockiert Tiny Houses: Stadtrat lehnt klare Regeln ab

Ein Antrag zur Zulassung von Tiny Houses in Salzgitter ist vom Stadtrat deutlich abgelehnt worden. Der von der DiBo-Fraktion eingebrachte Vorstoß zielte darauf ab, klarere Regeln für den Bau und die Aufstellung der kleinen Häuser zu schaffen. Bei der Sitzung am Mittwoch unterstützten jedoch nur zwei Ratsmitglieder die Idee.

Die DiBo-Gruppe, bestehend aus den ehemaligen AfD-Mitgliedern Thomas Disselhof und Jörg Bogun, argumentierte, dass Tiny Houses eine bezahlbare und altersgerechte Wohnalternative bieten würden. Die kleineren Häuser könnten älteren Bürgern den Umzug in ein passenderes Zuhause ermöglichen und gleichzeitig größere Immobilien für junge Familien freimachen, so die Begründung.

Der Antrag sah vor, Tiny Houses in bestehende und künftige Bebauungspläne aufzunehmen. Zudem sollten klare Bau- und Aufstellungsstandards definiert werden, um Planungssicherheit zu schaffen. Die Fraktion betonte auch, dass ein gezieltes Downsizing die finanzielle Belastung der städtischen Seniorenbetreuung verringern könnte.

Trotz dieser Argumente lehnte der Rat den Vorschlag mit großer Mehrheit ab. Nur zwei Mitglieder stimmten für den Antrag, sodass die bisherigen Regelungen unverändert bleiben. Die Ablehnung bedeutet, dass Tiny Houses vorerst nicht offiziell in die städtebauliche Planung Salzgitters integriert werden. Ohne klarere Vorgaben bleiben Bewohnern, die ein kleines Haus bauen oder aufstellen möchten, weiterhin Unsicherheiten. Der Beschluss des Rates lässt das bestehende Planungsrecht vorerst unangetastet.

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