25 March 2026, 00:35

SAPs Aufstieg zum Tech-Riesen: Warum die S/4HANA-Wende stockt

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die Unternehmenslogos anzeigt, um das Software-Ökosystem darzustellen, mit begleitendem Text, der Unternehmensstandorte und -informationen beschreibt.

SAPs Aufstieg zum Tech-Riesen: Warum die S/4HANA-Wende stockt

SAP – vom deutschen Startup zum globalen Technologieführer mit Herausforderungen

SAP, einer der weltweit größten Anbieter von Unternehmenssoftware, hat sich vom kleinen deutschen Startup zu einem globalen Technologiekonzern entwickelt. Das vor über 50 Jahren gegründete Unternehmen bedient heute mehr als 440.000 Kunden in 180 Ländern. Trotz seiner marktbeherrschenden Stellung gestaltet sich der Umstieg auf die neueste Plattform, S/4HANA, langsamer als geplant – auch wegen der Konkurrenz durch Rivalen wie Oracle und Microsoft.

Die Erfolgsgeschichte begann im Juni 1972, als fünf ehemalige IBM-Ingenieure das Unternehmen Systemanalyse und Programmentwicklung gründeten – später zum heute bekannten Kürzel SAP verkürzt. Ihr erstes Produkt, R/1, kam 1973 als Lösung für die Finanzbuchhaltung auf den Markt. Es folgten 1979 R/2, das mehrere Geschäftsbereiche integrierte, und 1992 R/3, das plattformunabhängige Unternehmenslösungen bot.

Mit dem Börsengang 1988 beschleunigte SAP seine internationale Expansion. 2010 führte das Unternehmen SAP HANA ein, eine In-Memory-Datenbankplattform für schnelle Datenverarbeitung. Heute beschäftigt der Konzern rund 109.000 Mitarbeiter weltweit und hält etwa 24 Prozent des globalen ERP-Marktes – vor allem bei Großunternehmen.

Doch der Wechsel zu S/4HANA verläuft zögerlicher als erwartet. Viele Kunden setzen weiterhin auf ältere R/3-Systeme, da die Migration auf die Cloud-Version mit Hürden verbunden ist und Funktionslücken bestehen. Gleichzeitig gewinnt Oracle Fusion Cloud ERP in Nordamerika an Boden, während Microsoft Dynamics 365 – gestützt durch die Integration mit Microsoft 365 – besonders bei mittelgroßen Unternehmen rasant wächst.

2025 erzielte SAP einen Cloud-Umsatz von 21,02 Milliarden Euro (plus 23 Prozent), mit Prognosen von 25,8 bis 26,2 Milliarden Euro für 2026. Dennoch gerät die Aktienperformance unter Druck, da die Konkurrenz aufholt.

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SAP bleibt zwar ein zentraler Akteur in der Unternehmenssoftware, doch seine Zukunft hängt davon ab, die S/4HANA-Einführung zu beschleunigen. Das Wachstum im Cloud-Bereich zeigt zwar Fortschritte, doch Verzögerungen und der wachsende Wettbewerb durch Oracle und Microsoft stellen weiterhin Herausforderungen dar. Wie das Unternehmen die Migrationsprobleme löst, wird seine Position in den kommenden Jahren maßgeblich prägen.

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