27 June 2026, 02:30

Schweinsteiger löst Rassismus-Debatte nach umstrittenen Fußball-Kommentaren aus

Bastian Schweinsteiger sagt, seine Aussagen über die Spielweise der Elfenbeinküste bei der WM seien nicht auf Personen gemunzt

Schweinsteiger löst Rassismus-Debatte nach umstrittenen Fußball-Kommentaren aus

Bastian Schweinsteiger hat Kritik geerntet, nachdem er den Fußball der Elfenbeinküste als „etwas afrikanisch, etwas unorthodox, etwas wild“ bezeichnete. Einige Kommentatoren warfen ihm vor, rassistische Klischees zu bedienen. Schweinsteiger beteuerte später, er habe niemanden beleidigen wollen und habe sich lediglich taktisch geäußert.

Die umstrittenen Äußerungen fielen nach dem 2:1-Sieg Deutschlands gegen die Elfenbeinküste. Schweinsteiger beschrieb deren Spielstil als unberechenbar und weniger von strukturierten Taktiken geprägt. Seine Worte lösten jedoch schnell eine Welle der Empörung aus – Kritiker warfen ihm vor, veraltete Vorurteile zu verstärken.

Der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, reagierte scharf und bezeichnete die Bemerkungen als rassistisch. Faés Mannschaft hatte zuvor mit einem historischen 2:0-Sieg gegen Curaçao erstmals den Einzug ins WM-Achtelfinale geschafft. Später relativierte Faé seine Kritik und räumte ein, Schweinsteigers Aussage könne auch einfach ungeschickt formuliert gewesen sein.

ARD-Intendant Axel Balkausky sprang Schweinsteiger zur Seite und betonte, es habe sich um eine fachliche Einschätzung gehandelt, nicht um einen persönlichen Angriff. Balkausky schlug ein klärendes Gespräch zwischen Schweinsteiger und Faé vor. Jürgen Klopp lehnte eine Stellungnahme ab und bezeichnete die Angelegenheit als „ernstzunehmend“.

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Schweinsteiger selbst blieb dabei, dass seine Worte allein die Spielweise und nicht die Spieler betrafen. Die Diskussion zeigt, wie sensibel der Umgang mit Sprache im Fußballkommentar ist. Unabhängig von der Kontroverse setzt die Elfenbeinküste unterdessen ihren Erfolgskurs im Turnier fort.

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