Spargel-Importe in Baden-Württemberg brechen 2025 um 18 Prozent ein
Ludger RörrichtBaden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargel-Importe in Baden-Württemberg brechen 2025 um 18 Prozent ein
Baden-Württemberg importierte 2025 deutlich weniger Spargel als im Vorjahr
Die Einfuhren gingen um 640 Tonnen zurück – ein Rückgang um 18,3 Prozent. Insgesamt führte die Region im vergangenen Jahr nur noch 2.900 Tonnen frischen oder gekühlten Spargel ein.
Der starke Einbruch bei den Importen fiel mit einem früher als üblich beginnenden Erntezeitraum lokaler Bauern zusammen, wodurch der Bedarf an ausländischer Ware sank. Gleichzeitig drosselten schwere Überschwemmungen in Spanien – dem wichtigsten Spargellieferanten Baden-Württembergs – die Exportmengen. Normalerweise stammt mehr als die Hälfte der Importe aus Spanien, gefolgt von Mexiko, Italien, Peru und Griechenland.
Auch die eigene Spargelernte in Baden-Württemberg fiel 2025 leicht kleiner aus: Die Produktion sank um etwa zwei Prozent auf 8.442 Tonnen. Trotz dieses Rückgangs steigt die Nachfrage nach regionalem grünem Spargel im Handel. Der Gesamtverbrauch pro Kopf ging in der Region hingegen leicht zurück.
Deutsche Käufer entscheiden sich in der Regel zwischen heimischem und importiertem Spargel – abhängig von Preis, Saison und Wetterlage. Schlechte Ernten im Ausland oder frühe inländische Ernten können die Nachfrage zugunsten lokaler Ware verschieben.
Durch den Importrückgang verblieb Baden-Württemberg 2025 bei 2.900 Tonnen ausländischem Spargel. Ausschlaggebend für den Rückgang waren die frühe heimische Ernte und die Flutkatastrophe in Spanien. Im Einzelhandel wird weiterhin vermehrt grüner Spargel aus regionalem Anbau angeboten.