SPD Baden-Württemberg wählt Cadematori und Mesarosch als neue Doppelspitze nach Wahldebakel
Verena KramerSPD Baden-Württemberg wählt Cadematori und Mesarosch als neue Doppelspitze nach Wahldebakel
Die SPD in Baden-Württemberg hat Isabel Cadematori und Robin Mesarosch zu ihren neuen Doppelspitzen gewählt. Bei einer aktuellen Mitgliederbefragung erreichten sie mit 56,5 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit. Die Partei erhofft sich von dieser doppelten Führung einen Aufschwung nach dem enttäuschenden Wahlergebnis zu Beginn des Jahres.
Bei der Landtagswahl im März hatte die SPD eine historische Niederlage erlitten. Mit nur 5,5 Prozent der Stimmen landete sie auf dem vierten Platz im Landtag – hinter der AfD. Das Ergebnis löste innerhalb der Partei Forderungen nach einem Wandel aus.
Cadematori und Mesarosch wollen nun die Kraft der SPD neu aufbauen. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Bekämpfung sozialer Ungleichheit und Maßnahmen für den Klimaschutz. Zudem streben sie eine Straffung der internen Kommunikation an und wollen individuelle öffentliche Stellungnahmen reduzieren.
An der Befragung beteiligten sich 46,5 Prozent der rund 30.000 SPD-Mitglieder in Baden-Württemberg. Ein Parteitag in Ulm muss die Wahl der beiden noch formal bestätigen. 2018 war die damalige Vorsitzende Leni Breymeier trotz eines gewonnenen Mitgliedervotums noch vor der offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse zurückgetreten.
Die neuen Doppelspitzen übernehmen die Führung in einer schwierigen Phase für die Landes-SPD. Ihre Wahl markiert einen Schritt zur Neuaufstellung der Partei nach der Wahlniederlage. Die formale Bestätigung ihrer Ämter auf dem anstehenden Parteitag wird den Übergang endgültig besiegeln.






