19 March 2026, 20:32

Sportministerkonferenz fordert Aktionsplan für mehr Bewegung bei Kindern und Jugendlichen

Cover eines Buches mit dem Titel "Neue Studien im Leichtathletik September 1987" mit zwei Personen auf dem Cover.

Sportministerkonferenz fordert Aktionsplan für mehr Bewegung bei Kindern und Jugendlichen

Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf Norderney statt und wurde von Theresa Schopper, der Sportministerin von Baden-Württemberg, geleitet. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Zukunft der Nordischen Kombination, die Förderung des Spitzensports sowie Maßnahmen zur Steigerung der Bewegung bei Kindern und Jugendlichen.

Auf der Konferenz wurde zudem die Forderung nach einem Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport laut. Diskutiert wurden außerdem steuerrechtliche Regelungen für Sportvereine und die Aufnahme der Frauen-Nordischen Kombination in das Programm der Winterolympiade.

Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit dem Appell, einen kulturellen Wandel anzustoßen, um mehr Bewegung im Alltag von Kindern zu fördern. Gleichzeitig sicherte sie ihre Unterstützung für den Erhalt der Nordischen Kombination bei Olympia zu – unter der Bedingung, dass Frauen im Sport dieselben Chancen erhalten.

Andy Grote, Hamburger Sportsenator, unterstrich diese Forderungen und mahnte zu schnellem Handeln, um die körperliche Aktivität von Jugendlichen zu steigern. Er forderte einen strukturierten Nationalen Aktionsplan, der Sport zugänglicher macht.

Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport im Bund, kündigte zwei zentrale Vorhaben an: die Einrichtung eines unabhängigen Zentrums für sicheren Sport sowie ein neues Sportfördergesetz. Das Zentrum soll Sicherheitsstandards verbessern, während das Gesetz die Förderung von Spitzensportlern vereinfachen wird.

Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, sprach sich gegen den Ausschluss der Frauen-Nordischen Kombination von den Winterspielen 2026 aus. Er argumentierte, dass Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Ausrüstung den Fortschritt nicht blockieren dürften – eine Position, die bereits zuvor vom deutschen FIS-Funktionär Schuster kritisch kommentiert worden war. Trotz Appellen des IOC und von Athletinnen wie Gyda Westvold Hansen steht eine offizielle Entscheidung hierzu Stand 19. März 2026 noch aus.

Themen der Konferenz waren zudem steuerliche Herausforderungen für Sportvereine sowie der Erfolg der Initiative "Jugend trainiert". Daniela Behrens, Sportministerin von Niedersachsen, schloss die Veranstaltung mit einem Dank an die Teilnehmer:innen und betonte die Beschlüsse zur Gründung des Zentrums für sicheren Sport sowie zur Schaffung klarer finanzieller und rechtlicher Rahmenbedingungen für Vereine.

Die Konferenz endete mit dem Bekenntnis, den Jugendsport zu stärken, Förderstrukturen zu vereinfachen und die Gleichberechtigung in der Nordischen Kombination voranzutreiben. Zwar gab es keine sofortigen Änderungen am olympischen Programm, die Diskussionen dazu werden jedoch fortgesetzt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das neu angekündigte Zentrum für sicheren Sport und das Sportfördergesetz sollen in den kommenden Monaten in Kraft treten. Die konkrete Ausgestaltung wird in Abstimmung mit den Ländern finalisiert.

Quelle