24 March 2026, 16:33

SRH-Klinikum Sigmaringen reformiert ambulante Versorgung nach monatelanger Zeitarzt-Lösung

Eine Person in blauen Handschuhen arbeitet an einem medizinischen Gerät auf einem unordentlichen Tisch in einem Krankenhauszimmer mit Papieren an der Wand.

SRH-Klinikum Sigmaringen reformiert ambulante Versorgung nach monatelanger Zeitarzt-Lösung

Klinikum SRH in Sigmaringen passt ambulante Versorgung an – nach Monaten mit interimistischen Lösungen

Nach monatelanger Abhängigkeit von Zeitarztkräften stellt das Klinikum SRH in Sigmaringen seine ambulante Versorgung neu auf. Aktuell bietet die Einrichtung in sechs zentralen Fachbereichen – darunter Kardiologie und Onkologie – parallel ambulante Behandlungen an. Doch nun stehen Veränderungen an, da einer der führenden Ärzte die Klinik für eine neue Position verlässt.

Das Krankenhaus wartet derzeit auf eine neue Genehmigung, um bis November die volle onkologische Versorgung für gesetzlich Versicherte wiederaufnehmen zu können.

Seit Februar war das SRH-Klinikum auf geliehene Onkologen angewiesen, um die ambulante Krebstherapie aufrechterhalten zu können. Das Fehlen eines fest angestellten Chefarztes in der Onkologie hatte zu Versorgungslücken bei gesetzlich Versicherten geführt. Kliniken wie das SRH benötigen für solche Leistungen Sondergenehmigungen des Zulassungsausschusses – diese sind in der Regel an einzelne Ärzte gebunden und nicht an die Einrichtung selbst.

Grundsätzlich liegt die ambulante Versorgung in der Hand niedergelassener Ärzte; Krankenhäuser springen nur bei komplexen Eingriffen oder mit spezieller Erlaubnis ein. Die Klinikleitung betont, dass es sich dabei um ein ergänzendes, keineswegs konkurrierendes Angebot zu den Praxen handle. So hatte etwa der Kardiologe Jan Prillinger in Sigmaringen Patienten mit Schrittmachern und Defibrillatoren betreut. Mit seinem Wechsel am 1. Oktober in die Gemeinschaftspraxis Hanfertal endet dieser klinikbasierte Service jedoch.

Trotz geringerer Erlöse im Vergleich zu stationären Behandlungen rechnet das SRH mit einem Wachstum im ambulanten Bereich. Gesundheitspolitische Trends fördern die Verlagerung von Leistungen in den ambulanten Sektor, und die Klinik erwartet eine steigende Nachfrage. Die anstehende Genehmigung würde – sofern erteilt – die vollständige Wiederherstellung der ambulanten Onkologie bis November ermöglichen.

Ob das Krankenhaus bestimmte ambulante Behandlungen anbieten kann, hängt nun von neuem Personal und behördlichen Freigaben ab. Ohne die Genehmigung könnten gesetzlich versicherte Krebspatienten weiterhin mit Verzögerungen bei der Behandlung rechnen. Gleichzeitig spiegelt die verstärkte Ausrichtung auf ambulante Leistungen einen größeren Wandel in der Gesundheitsversorgung Deutschlands wider.

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