23 December 2025, 21:03

Stadtrat genehmigt Renovierung des Ehinger Tors

Eine Person fährt mit dem Fahrrad auf einem Gehweg mit vielen Menschen, Bussen mit Text darauf, Gebäuden und Laternen im Hintergrund.

Stadtrat genehmigt Renovierung des Ehinger Tors

Bis 2030 soll Ulm einen zentralen Abschnitt seiner Innenstadt grundlegend umgestalten. Der Stadtrat hat ein umfassendes Redesign des Bereichs Ehinger Tor – einschließlich Zinglerstraße und Neue Straße – beschlossen. Im Mittelpunkt der Pläne stehen die Reduzierung der Fahrspuren, der Ausbau von Rad- und Fußwegen sowie die Schaffung zusätzlicher Grünflächen.

Die Arbeiten werden schrittweise beginnen, wobei die ersten Veränderungen ab März 2026 sichtbar werden. Die Neue Straße zwischen Bismarckring und Schillerstraße wird von fünf auf drei Spuren verengt. Der gewonnene Platz soll für einen breiteren Gehweg, einen dreieinhalb Meter breiten, beidseitig befahrbaren Radweg sowie eine Baumreihe genutzt werden. In der Nähe wird der Ast der Zinglerstraße, der zur Adenauerbrücke führt, zur Sackgasse – der Verkehr muss dann über den Bismarckring umgeleitet werden.

Auf der Wagnerstraße entfällt für Autofahrer die Möglichkeit, nach Norden auf den Bismarckring abzubiegen. Stattdessen wird die Straße in jeder Richtung nur noch eine Spur aufweisen. Auch der Bismarckring selbst könnte langfristig von neun auf fünf Spuren reduziert werden, wobei dies von weiteren Entscheidungen abhängt. Bis Ende 2029 soll zudem ein 200 Meter langer Tunnel die Brücke östlich des Blaubeurer Tors ersetzen – Teil der Erneuerung der Bundesstraße 10. Zum Projekt gehört auch die Modernisierung der Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs: Längere Straßenbahnen und barrierefreie, verlängerte Plattformen sollen bis 2030 fertiggestellt werden. Eine durchgehende Nord-Süd-Radroute entsteht durch den Wegfall einer Spur auf der Seite des Ehinger Tors am Bismarckring. Zudem könnte die Zinglerstraße einen begrünten Mittelstreifen erhalten, der die Ehinger Parks für Fußgänger und Radfahrer verbindet. Dieser Punkt wird jedoch in einer späteren Entscheidung geklärt.

Ziel der Neugestaltung ist es, den urbanen Raum in Ulm durch weniger Autospuren, mehr Grünflächen und eine höhere Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu prägen. Die Bauarbeiten werden in Phasen umgesetzt, wobei die ersten sichtbaren Änderungen Anfang 2026 beginnen. Die vollständige Umgestaltung soll bis Ende des Jahrzehnts abgeschlossen sein.