25 March 2026, 02:30

Stromschlag im Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter schwer verletzt durch Oberleitung

Schwarz-weißes Bild einer Gruppe von Menschen in Mützen, die in der Nähe eines Zuges stehen, der gegen einen Pfahl gekracht ist, mit Strommasten, Drähten, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

Stromschlag im Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter schwer verletzt durch Oberleitung

Schwerer Unfall im Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter durch Stromschlag lebensgefährlich verletzt

Am 22. Mai 2025 erlitten zwei Arbeiter bei einem schweren Unfall im Bahnhof Böbingen lebensbedrohliche Verletzungen. Gegen 14:20 Uhr kam es in der Nähe von Gleis 3 zu dem Vorfall, als eine von ihnen getragene Messlatte zu nah an eine Oberleitung geriet. Ein Zugdisponent, der den Vorfall beobachtete, alarmierte sofort die Rettungskräfte.

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Die beiden Männer, 20 und 26 Jahre alt, führten zu diesem Zeitpunkt Entwässerungsarbeiten auf dem Bahnhofsgelände durch. Beim Umgang mit der Latte unterschritten sie den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zur 15.000-Volt-Oberleitung, woraufhin ein Lichtbogen entstand. Beide erlitten schwere Verletzungen und wurden per Rettungshubschrauber in nahegelegene Krankenhäuser geflogen, wo sie notfallmedizinisch versorgt wurden.

Oberleitungen von Eisenbahnen führen extrem hohe Spannungen – etwa das 65-Fache eines Haushaltsstromanschlusses. Selbst ohne direkte Berührung können sie tödliche Stromschläge auslösen. Unbefugtes Betreten oder Aufenthalt in der Nähe von Gleisanlagen ist aufgrund dieser unsichtbaren Gefahren strengstens verboten.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung. Zwar werden keine genauen jährlichen Statistiken zu solchen Unfällen öffentlich erfasst, doch die Deutsche Bahn und Sicherheitsbehörden verzeichnen jährlich Dutzende schwere oder tödliche Vorfälle im Zusammenhang mit Oberleitungen in ganz Deutschland.

Der Unfall unterstreicht die extremen Gefahren, die von unter Spannung stehenden Bahnanlagen ausgehen. Beide verletzten Arbeiter befinden sich weiterhin im Krankenhaus, während die Behörden die Sicherheitsvorkehrungen überprüfen. Die Ermittlungen sollen klären, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.

Quelle