02 April 2026, 08:38

Stuttgart übergibt lebensrettende Feuerwehrtechnik an ukrainische Retter aus Chmelnyzkyj

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung und Helmen arbeiten an einem Feuerwehren, mit Equipment-Regalen und Hintergrund-Infrastruktur sichtbar.

Stuttgart übergibt lebensrettende Feuerwehrtechnik an ukrainische Retter aus Chmelnyzkyj

Sechs Rettungskräfte aus der ukrainischen Region Chmelnyzkyj haben lebenswichtige Feuerwehrausrüstung aus Stuttgart erhalten. Die Spende umfasste fünf Löschfahrzeuge, einen Anhänger sowie Hunderte Schutzausrüstungen. Die Übergabe fand in Stuttgart statt und markiert einen weiteren Schritt in den laufenden Solidaritätsbemühungen zwischen deutschen und ukrainischen Städten.

Zu den gespendeten Fahrzeugen gehörten zwei Unimog-Lkw, zwei Mannschaftstransporter und ein Kranfahrzeug. Zudem wurden 500 ausgemusterte Feuerwehruniformen und Schutzanzüge für Kettensägenarbeiten bereitgestellt. Der Transfer erfolgte nach monatelangen rechtlichen und organisatorischen Vorbereitungen.

An der Übergabezeremonie nahmen Teilbürgermeister für öffentliche Ordnung Dr. Clemens Maier, Feuerwehrchef Dr. Georg Belge und Dr. Frédéric Stephan, Leiter der Abteilung Internationale Beziehungen der Stadt Stuttgart, teil. Sechs Vertreter aus Chmelnyzkyj waren für die Veranstaltung nach Stuttgart gereist und werden an zwei Tagen in die Handhabung der neuen Ausrüstung eingewiesen.

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Dr. Belge betonte, dass die Stuttgarter Feuerwehr seit Ende 2023 im Rahmen einer Solidaritätspartnerschaft regelmäßig mit ukrainischen Feuerwehrdiensten in Kontakt stehe. Oberst Svirtschuk, kommissarischer Leiter der Rettungsdienste in Chmelnyzkyj, unterstrich den dringenden Bedarf an den gespendeten Ressourcen. Dr. Maier hob hervor, dass die Unterstützung dank der engen Zusammenarbeit verschiedener Stuttgarter Stadtverwaltungen möglich geworden sei.

Dr. Stephan dankte der Feuerwehr für ihr Engagement und rief zu weiterer Solidarität mit Chmelnyzkyj auf. Diese Spende ist Teil eines größeren Trends: Bis April 2026 unterstützen rund 150 deutsche Kommunen ähnliche Projekte. Im vergangenen Jahr haben Städte wie München und Dortmund humanitäre Hilfe nach Kiew und Charkiw geschickt, während Berlin und Hamburg Programme zur Integration von Geflüchteten anbieten. Stuttgart allein hat fünf Millionen Euro für Infrastruktur-reparaturen in Lwiw bereitgestellt.

Die Ausrüstung wird nun nach Chmelnyzkyj transportiert, wo sie den Einsatzkräften bei Notfalloperationen zur Verfügung stehen wird. Die in Stuttgart durchgeführte Schulung stellt sicher, dass die ukrainischen Teams die Fahrzeuge und Ausrüstung effektiv nutzen können. Diese Initiative reiht sich ein in die wachsende Zahl deutsch-ukrainischer Partnerschaften, die auf Wiederaufbau und Widerstandsfähigkeit abzielen.

Quelle